Urner CVP will mit einer Frau den Nationalratssitz holen

Die Urner CVP will sich nicht mit ihrem bisherigen Ständeratssitz zufrieden geben. Wie die Partei am Freitag mitteilte, will sie auch bei den Wahlen um den einzigen Urner Nationalratssitz antreten, und zwar mit einer Frau.

Christine Widmer und Frieda Steffen

Bildlegende: Die CVP Uri wird entscheiden, ob Christine Widmer (l) oder Frieda Steffen in den Nationalrats-Wahlkampf steigen soll. zvg

Am 22. April wird der Parteitag der CVP Uri ihre Kandidaturen für die eidgenössischen Wahlen vom 18. Oktober bestimmen. Für den Nationalrat schlägt der Parteivorstand dem Parteitag zwei Frauen zur Auswahl vor. Es handelt sich um die 56-jährige Andermatter Landrätin Frieda Steffen und die 55-jährige Altdorfer alt Gemeinderätin und Parteipräsidentin Christine Widmer Baumann.

Die CVP begründet ihre Kandidatur damit, dass sie die stärkste politische Kraft im Kanton sei. Die CVP wolle der Urner Bevölkerung auch eine Alternative zum Kandidaten der SVP bieten, erklärt CVP-Vorstands-Mitglied Josef Truttmann gegenüber Radio SRF.

Kampfwahl um Nationalratssitz

Der Urner Nationalratssitz wird frei, weil Gabi Huber (FDP) nicht mehr antritt. Um den Sitz bewirbt sich auch Regierungsrat Beat Arnold von der SVP.
Die FDP ihrerseits gibt den traditionell von ihr gehaltenen Nationalratssitz auf und kandidiert für den Ständerat. Die Delegierten haben am Donnerstagabend Regierungsrat Josef Dittli für die kleine Kammer nominiert.