25 % aller Tankstellen rentieren nicht

In der Schweiz verschwinden immer mehr Tankstellen. Der Markt ist offenbar übersättigt. Betroffen sind vor allem kleinere Tankstellen. Aber auch grosse Anbieter wie BP müssen mit Schliessungen rechnen.

Eeine Tankstelle bei Nacht.

Bildlegende: Tankstellenshops gibt es in der Schweiz immer mehr – einfache Tankstellen dagegen verschwinden zusehends. Keystone

In der Schweiz gibt es zu viele Tankstellen. Der Markt sei übersättigt, sagte Constantin Cronenberg, Chef von BP Schweiz. «Es muss mit Schliessungen gerechnet werden.»

Vor allem kleinere Tankstellen seien gefährdet. «Automatisch betriebene Tankstellen in der Peripherie haben einen schweren Stand», so Cronenberg in der Westschweizer Zeitung «Le Temps». Davon gebe es in der Schweiz viele – im Vergleich zum Ausland.

31 Zapfstationen 2011 verschwunden

Auch BP wird von den Schliessungen nicht verschont werden. «Wenn 20 bis 30 Prozent der Tankstellen verschwinden, ist die Chance gross, dass auch einzelne der 400 BP-Standorte betroffen sind», sagte der 42jährige Deutsche, der BP Schweiz seit vergangenem Sommer führt.

Der Wandel ist bereits im Gang. So wurden im Jahr 2011 bereits 31 Tankstellen geschlossen. Damals gab es noch rund 3600 Tankstellen in der Schweiz. Die grösste Anbieterin war Avia – mit 672 Tankstellen – vor Agrol, BP, Shell und Tamoil.

Wachstum bei Tankstellenshops

Anders als bei den Zapfstationen ist bei den Tankstellenshops ein Aufwärtstrend festzustellen. 2011 konnte man bereits bei jeder dritten Tankstelle einkaufen.