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Wirtschaft Adecco-Chef: «Wir müssen alle lernen, Software zu programmieren»

Die «digitale Revolution» erfasst immer mehr Bereiche der Arbeitswelt. Um in der neuen digitalen Arbeitswelt zu bestehen brauche es Anpassungen im Bildungssystem, ist der Konzernchef des weltweit grössten Personalvermittlers überzeugt.

Legende: Video Adecco-Chef Alain Dehaze zur Digitalisierung der Arbeitswelt abspielen. Laufzeit 02:18 Minuten.
Aus News-Clip vom 10.05.2016.

«In Südkorea lernen die Kinder bereits in der Schule, wie man Software programmiert», sagt Alain Dehaze, Konzernchef des weltweit grössten Personalvermittlers Adecco. Auch andere Länder wie, Japan oder die USA, hätten ihre Ausbildungssysteme bereits dem digitalen Zeitgeist angepasst.

Denn die «digitale Revolution» der Arbeitswelt ist in vollem Gange. Betroffen sind nicht nur die Industrie sondern auch viele Dienstleistungsberufe – etwa Kassierer, Banker, Anwälte und Büroangestellte. Kein Wunder also, befürchten immer mehr Menschen, dass ihre Arbeitskraft schon bald durch Roboter oder Software ersetzt werden könnte.

Schweiz gut positioniert

Um die Schweizer Arbeitnehmenden macht sich Alain Dehaze allerdings keine Sorgen, das Land sei gut positioniert: «Die Schweiz hat ein sehr starkes Ausbildungssystem und geniesst in der digitalen Welt einen exzellenten Ruf.» Nicht ohne Grund beherberge Zürich das grösste Google-Forschungszentrum ausserhalb der USA.

Was für südkoreanische Schulkinder bereits zum Pflichtstoff gehört, sei künftig allerdings auch für hiesigen Arbeitnehmenden unabdingbar, so Dehaze: «Um in der neuen digitalen Arbeitswelt bestehen zu können muss man Programmiersprachen, wie Java, beherrschen. Wir müssen alle lernen, Software zu programmieren.»

Adecco wächst langsamer

Im Startquartal 2016 erzielte Adecco einen Umsatz von 5,3 Milliarden Euro. Das Wachstum betrug 4 Prozent. Unter dem Strich hat Adecco aber weniger verdient. Hierzulande konnte der Stellenvermittler wegen des starken Frankens weniger Personal bei der Industrie unterbringen. Besser lief es in Frankreich, wo Adecco ein Wachstum von 7 Prozent erzielte.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Dann werde ich einmal ein Programm schreiben dass mir den Neylonfaden beim Rasentimmer auswechselt, Benzin holt, die Patrone beim Bademischer austauscht, den Maler die Türe öffnet, den Wärmefühler im Kühlschrank wechselt, die Quelle des Wasserschaden findet und behebt oder den Lichtschalter ersetzt. Kann mir noch jemand einen Typ geben welche Programmiersprache ich da einsetzen soll?
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  • Kommentar von Michel Koller (Mica)
    Unsinn. Um tatsächlich stabile und sichere Software programmieren zu können, braucht man eine längere Ausbildung und Weiterbildung. Dazu kommt, dass Software immer mehr an ein Gerät gebunden ist oder als Service daher kommt. Da sind keine Kenntnisse erforderlich & Änderungen auch nicht erwünscht. Als ITler will ich auch nicht, dass hier Mitarbeiter anfangen umfangreiche Programme oder selbst Scripts zu schreiben. Diese könnten die Stabilität beeinträchtigen oder ein Sicherheitsrisiko darstellen.
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  • Kommentar von Mike Brunner (Mike Brunner)
    Kann der Herr programmieren und weiss er, welchen Aufwand es bedeutet, es "richtig" zu lernen? Es reichen dazu keine 2 Abendkurse, bin Softwareentwickler und wenn wir Studienabgänger aus ETH/FH erhalten, können diese zwar rechnen aber richtig programmieren müssen sie erst lernen. Es ist auch nicht jedem gegeben, es wird hier wieder mal völlig übertrieben, bald wird es Lösungen geben wo man sich Prozesse etc. zusammenbauen kann ohne Programmierkenntnisse.
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    1. Antwort von Claude Nobs (bernstein)
      Dem kann ich nur zustimmen. Programmieren ist zwar nicht schwierig, aber ein Vollzeitjob wie viele andere auch. Ohne Übung macht man leicht Dinge die später weggeworfen werden müssen weil sie zu kompliziert sind. Ausserdem kommt man mit einem Tag pro Woche auf keinen grünen Zweig. Allerdings finde ich es seit Jahren völlig falsch dass das in der Schule nicht gelehrt wird. Man sollte die Denkweise aneignen und einfache repetitive Aufgaben automatisieren können.
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    2. Antwort von Claude Nobs (bernstein)
      Btw: OSX hat seit 10 Jahren den Automator, da kann man sich per Drag-And-Drop programmübergreifend ganze Abläufe automatisieren. Nur ohne logische Denkweise ist der durchschnitts Mac Benutzer selbst damit überfordert.
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