Zum Inhalt springen

Greenpeace kapert CS-GV Aktivisten entrollen Transparent

Die Aktivisten wollen auf die Investitionen der Bank in die umstrittene North Dakota Access Pipeline in den USA aufmerksam machen.

Legende: Video Generalversammlung der Credit Suisse abspielen. Laufzeit 1:14 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 28.04.2017.
  • Greenpeace-Aktivisten haben an der CS-Generalversammlung im Zürcher Hallenstadion ein Transparent mit der Aufschrift «Stop Dirty Pipeline Deals» entrollt.
  • Zudem haben die Aktivisten eine 900 Kilogramm schwere Pipeline ins Foyer des Zürcher Hallenstadions geschoben, wo die Versammlung stattfand.
  • Zusammen mit der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) will die Organisation damit auf die Finanzierung der umstrittenen North Dakota Access Pipeline in den USA aufmerksam machen, in der die Bank eine federführende Rolle spielt, wie es in einer Mitteilung heisst.
  • Tidjane Thiam war von der Störaktion sichtlich irritiert, machte dann aber einfach weiter.
  • Wie es die Aktivisten ins Innere des Hallenstadions schafften, will die Credit Suisse nicht kommentieren. Die Bank war für die Sicherheit der Veranstaltung selber verantwortlich.

Die Credit Suisse steht an ihrer diesjährigen Generalversammlung nicht nur wegen ihrer Boni in der Kritik. Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Beteiligung der Grossbank bei der Finanzierung der umstrittenen North Dakota Access Pipeline in den USA.

Pipeline im Foyer

Während der Rede von CS-Chef Tidjane Thiam seilten sich zwei Greenpeace-Aktivisten von der Hallendecke ab und entrollten ein gelbes Plakat mit der Aufschrift «Stop Dirty Pipeline Deals». Tiam sagte dazu: «Ich unterstütze die freie Meinungsäusserung», und fuhr fort.

Auf Twitter teilten die Verantwortlichen einen Blick von oben:

Die Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten rollten zudem eine 10 Meter lange und 900 Kilogramm schwere Pipeline ins Foyer des Zürcher Hallenstadions. Vor dem Gebäude, wo die GV stattfindet, demonstrierte die Organisation zudem mit Flugblättern und farbigen Federn.

Zwei Greenpeace-Aktivisten rollen eine Pipeline ins Foyer des Hallenstadions
Legende: Neben der Abseil-Aktion gelang es Greenpeace sogar, eine 900 Kilo schwere Pipeline ins Foyer zu schieben. Keystone

Wie gelang es den Aktivisten aber, unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen in das Zürcher Hallenstadion zu gelangen? Verantwortlich für das Sicherheitsdispositiv ist die Credit Suisse selbst. Bei der Grossbank will man sich aber nicht zu dem Vorfall äussern. Nur so viel: «Wir werden abklären, wie es dazu kam», so ein Sprecher.

Beschwerde durch Gesellschaft für bedrohte Völker

Die Gesellschaft für bedrohte Völker teilte am Freitag mit, sie reiche Beschwerde ein beim Nationalen Kontaktpunkt (NCP) für die OECD-Leitsätze (angesiedelt beim Staatssekretariat für Wirtschaft Seco).

Der Protest richtet sich gegen eine Pipeline, die im US-Bundesstaat North Dakota durch ein Gebiet verlaufen soll, in dem der Stamm der Standing Rock Sioux heilige Stätten hat. Die Ureinwohner sind nicht nur über die Entweihung des Landes empört, sondern befürchten auch, dass ihr Trinkwasser durch Leitungslecks verseucht werden könnte.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

16 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Ein riesiges "Dankeschön" an die sich seit vielen Jahren aktiv für die Umwelt und damit für die Lebensgrundlage aller Lebewesen (Mensch und Co) engagieren!! Grossartig! Würden sich unsere Herr-Schaften und Frauen in: Bundesrat, Politik (SVP, SP,CVP, FDP), im riesigen Verwaltungsapparat der Schweiz, Wirtschaft,....doch genauso stark für das "VOLKS-Wohl"engagieren - was wäre das für ein Vorzeige-Mini-Land Schweiz.....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Zum Glück, gibt es noch "friedliche" AktivistenInnen, welche sich "aktiv" für "unsere" Natur - die Lebensgrundlage aller Lebewesen - auch diejenige der Menschheit- einsetzen, ansonsten die Profitgier der Mächtigen in der Welt-Wirtschaft, verantwortungs- und skrupellos die ganze Welt ganz ausbeutet, vergiftet, verstrahlt, zerstört....auch uns und unsere Familien....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Silvio Silla (Silla)
    Herr Starnberger, ich habe mit grün nichts am Hut.Aber lieber diese "Windräder als Atom- oder "Garkeinstrom".Wen interessiert es ob auf einem verlassenen Hügel solcheWindparks stehen?Ich war überrascht als ich in Zypern neben 34 Windräder stand.Man muss halt Kompromisse eingehen, sonst ist es 2050 wirklich dunkel.Und zuerst löschten die Amis ein ganzes Volk aus und das bischen Land das die letzten Indianer noch haben, wird auch noch genommen Schämen sie sich.Glauben sie,sie haben das Recht dazu?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen