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Wirtschaft Alcatel-Lucent: Frankreich macht nach Entlassungen Auflagen

Weltweit 10'000 Stellen fallen den Sparplänen des französischen Telekom-Ausrüster Alcatel-Lucent zum Opfer. Doch der Staat will die Massnahmen nicht einfach hinnehmen und stellt Bedingungen auf.

Nach der beschlossenen Massenentlassung beim französischen Telekom-Ausrüsters Alcatel-Lucent schaltet sich nun der Staat ein. «Wenn es kein Abkommen mit den Gewerkschaften gibt, wird der Sozialplan nicht akzeptiert. Das Gesetz gibt dem Staat nun die Pflicht, zu handeln», stellte Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault klar. Eine Einigung mit den Gewerkschaften sei nötig, zudem müssten so viele Arbeitsplätze und Standorte wie möglich erhalten bleiben. Ansonsten würde die Regierung der Restrukturierung nicht zustimmen, sagte Ayrault weiter. Wie die
Konsequenzen aussähen, erläuterte er nicht.

Unklar, ob Schweiz betroffen ist

Weltweit sollen rund 10'000 der insgesamt 72'000 Stellen gestrichen werden. Damit will das Unternehmen nach eigenen Angaben bis Ende 2015 eine Milliarde Euro einsparen. In Regionen Europa, Nahost und Afrika sollen 4100 Jobs wegfallen, der Rest der Streichungen betrifft Asien und die amerikanischen Märkte.

In der Schweiz arbeiten 180 Personen in Zürich und Genf für Alcatel-Lucent. Ob auch hier Stellen abgebaut werden, kann Sprecherin Martina Grüger-Bühs auf Anfrage von SRF News Online – mit Verweis auf ein laufendes Treffen mit Gewerkschaften – nicht sagen.

In Frankreich werden 900 Stellen verschwinden, wie SRF-Korrespondent Ruedi Mäder sagt. Der Stellenabbau treffe das Land hart, wo die Arbeitslosigkeit mit rund elf Prozent bereits sehr hoch sei.

«Alcatel hat die Revolution des mobilen Internets völlig verschlafen und wurde von asiatischen Firmen an die Wand gedrückt», hält Mäder weiter fest. Nun will man die verbleibenden Arbeitsplätze und die Zukunft des Konzerns sichern.

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