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Wirtschaft Banken streichen Jobs trotz guter Zahlen

Gute Zeiten für Schweizer Banken: Sie steigerten 2013 sowohl Gewinn wie auch auch das verwaltete Vermögen. Dennoch bauten sie 2840 Stellen ab.

Legende: Video «Stellenabbau bei den Banken» abspielen. Laufzeit 1:16 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 04.09.2014.

Stellenabbau bei Schweizer Banken: Im letzten Jahr haben Finanzinstitute in der Schweiz 2840 Stellen abgebaut.

Dennoch stieg die Gesamtzahl von Bankangestellten. Warum? Seit 2013 zählt die Postfinance, die Tochter der Schweizerischen Post im Bereich Finanzdienstleistung, zum Kreis der Banken.

Die Beine eines Mannes in Anzug.
Legende: Im letzten Jahr haben viele Banker ihren Job verloren. Keystone

Nur deshalb stieg die Anzahl Bankangestellter insgesamt um 579 auf 105'735 Vollzeitstellen. Dies teilte die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) in ihrem Bankenbarometer mit. Demnach strichen vor allem die Grossbanken und die Auslandsbanken Arbeitsplätze.

Aber nicht nur die Stellen reduzierten sich, auch die Zahl der Bankinstitute in der Schweiz verringerte sich im letzten Jahr – um 14 auf 283 Banken. Es gab acht Übernahmen, eine Fusion, fünf Entlassungen aus dem Bankenstatus sowie eine Schliessung einer ausländischen Bankfiliale.

Schweizer Private Banking bleibt an der Spitze

Unter dem Strich wirtschafteten die Banken erfolgreich. Nach einer Stagnation in den Jahren 2011 und 2012 stieg der zusammengezählte Geschäftserfolg um 3,1 Prozent auf 60,8 Milliarden Franken.

Trotz des massiven Drucks ausländischer Steuerbehörden blieb die Schweiz im Private Banking laut Bankenbarometer mit einem Anteil von 26 Prozent Weltmarktführer. Die verwalteten Vermögen nahmen gesamthaft um 340 Milliarden Franken zu. Per Ende 2013 erreichten sie 6136 Milliarden Franken.

Lateinamerikaner und Osteuropäer vertrauen den Banken

Der Anstieg resultiere neben der positiven Kapitalmarktentwicklung aus Zuflüssen aus Schwellenländern, schwergewichtig aus Lateinamerika und Osteuropa. Die Kunden aus Westeuropa zogen hingegen Vermögen ab. Dafür dürften die Regularisierung von Altvermögen und die damit verbundene Steuerbegleichung verantwortlich sein, wie die Bankiervereinigung erklärte.

Die Bilanzsumme der Banken in der Schweiz weitete sich um 2,6 Prozent aus. Ohne Postfinance wäre sie um 1,7 Prozent gesunken, womit auch die Risiken weiter abgebaut worden seien, hiess es. Bei den Hypothekarkrediten resultierte hingegen eine weitere Zunahme um 4,2 Prozent.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Jens Ingo Lehminger, Schaffhausen
    Wenn in der wirklichen Industrie Arbeitsplätze wegfallen, fällt ja auch das Produkt irgendwie weg. Hier ist es nicht so: Das Geld, das gebracht wurde, bleibt-auch wenn es nur noch zwei Leute und x Computer verwalten.
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Diese Herren sind nicht viel intelligenter wie der Buchszinsler , der frisst die Buchsblätter inkl. der Rinde und der Buchs stirbt ab, der Zinsler hat seine Nahrungsquelle zerstört, so wird es einst den Banken gehen , sie sitzen auf einem Haufen von Geld das keine Kunden mehr hat .Darum haben nun die Inder gemerkt wir müssen allen Leuten ein Bankkonto eröffnen mit dem sie arbeiten können .Ob sie es bei uns auch merken?
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  • Kommentar von Kurt Blättler, Perth, Australia
    Das ist der Schwachsinn unseres Wirtschaftssytems! Gewinnmaximierung bis zum geht nicht mehr!!! Wer 1 und 1 zusammenzählen kann versteht, dass dies auf die Dauer nicht aufgehen kann. Irgendwann ist der Plafond erricht und dann - der grosse Absturz....vergesst nicht, den Fallschirm rechtzeitig anzuschnallen.....
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