Banknoten-Diebstahl bei Orell Füssli: Geständnis und Anklage

2012 kamen im Sicherheitsdruck 1800 unfertige Tausender abhanden. Nun ist eine Person geständig – und wird angeklagt.

Ein Teil einer Tausendernote

Bildlegende: . Colourbox/symbolbild

Es war eine der schlimmsten Pannen in der Geschichte der Schweizer Banknotenproduktion: Im Oktober 2012 wurden während des Produktionsprozesses bei Orell Füssli 1800 halbfertige Tausendernoten gestohlen.

Drei Personen unter Verdacht

Nun kommt es noch in diesem Monat zu einer Anklage. Im Verfahren gegen eine geständige Person erfolge die Anklage noch im Oktober, sagte Jeannette Balmer, Mediensprecherin der Bundesanwaltschaft. Sie bestätigte damit vorab veröffentlichte Informationen der «Handelszeitung».

Insgesamt sind drei Personen im Visier der Bundesanwaltschaft. «Wir haben zuerst ein Verfahren geführt mit zwei beschuldigten Personen, dieses haben wir ausgedehnt auf eine dritte beschuldigte Person», sagte Balmer. Es habe sich aber herausgestellt, dass diese dritte Person mit den beiden andern nichts zu tun habe. Daher seien die beiden Verfahren getrennt worden.

Die Bundesanwaltschaft führt nun also zwei Verfahren. Die beiden ursprünglichen Beschuldigten sind nicht geständig. Die dritte Person, die nun angeklagt wird, hingegen schon.

Unmittelbar nach dem Diebstahl hatten zwei Männer versucht, in einer Londoner Wechselstube falsche Schweizer Tausendernoten in Englische Pfund zu wechseln. Bei den Männern wurden insgesamt 37 ungültige Tausendernoten sichergestellt. Eine dritte Person wurde später in Zürich festgenommen.