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Wirtschaft Baubranche kämpft gegen Lehrlingsmangel

Nach den Sommerferien fängt für viele junge Leute der Ernst des Lebens an: wenn sie mit einer Lehre beginnen. Doch viele Unternehmen können ihre Lehrstellen gar nicht alle besetzen. Die Baubranche kann und will nicht untätig zusehen.

Legende: Video «Zu wenig Fachkräfte wegen fehlenden Lehrlingen» abspielen. Laufzeit 1:24 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 05.07.2015.

22'500 Lehrstellen sind wenige Wochen vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres noch unbesetzt – und nur 15'000 Schulabgänger sind noch auf Lehrstellensuche.

In kaufmännischen und in Gesundheitsberufen ist das Problem der offenen Lehrstellen weit weniger gross als zum Beispiel bei Polymechanikern oder in der Baubranche. Letztere kann und will nicht untätig zusehen. Mit Kinospots kämpft die Branche seit drei Jahren um Nachwuchs.

Kuchendiagramm mit den Zahlen
Legende: Die Situation Ende Juni: 50'000 Lehrstellen waren besetzt. SRF

Die Situation dürfte sich aber noch nicht entspannen. Geburtenstarke Jahrgänge stehen vor der Pensionierung. Jetzt will man Jugendliche bereits früher und besser abholen, sagt Ueli Büchi vom Baumeisterverband.

«Eine ganz zentrale Massnahme ist, unsere Lehrbetriebe zu befähigen in den Schulen eine optimale Werbung zu machen», betont Büchi. Den Bemühungen zum Trotz: Auch in diesem Jahr dürften aber wieder einige hundert Lehrstellen frei bleiben.

18 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Ihr Baulöwen , bezahlt diesen Lehrlingen endlich zu mindestens einen Hilfsarbeiter - Lohn und benützt sie nicht 3 Jahre als billige Sklaven, dann habt ihr ewigen Jammerer genügend >Lehrlinge ! Ende der Durchsage !
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Ein Lehre machen um dann keinen Job zu einem anständigen Lohn zu finden? Für wie dumm wolle die Firmenbosse unsere Jungen da eigentlich verkaufen? Und sich nach der Lehre weiter zu bilden klingt zwar schön und gut. Doch auch da: es können nicht alle den Baumeister oder Polier machen. So viele davon braucht es da auch nicht. Das die Bosse gerne günstigere, schnelle abzuschiebende Ausländer anstellen, ist so gut wie bewiesen. Heute zählt nur Eines, Gewinnoptimierung. Der Arbeiter ist der Sklave!
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    1. Antwort von Niklaus Bächler, Basel
      Oh je, Tom Duran!!! Das ist ja mal wieder eine ihrer Analysen, die sich sehen lassen kann. Fest steht doch, dass sich keine CH mehr die Hände schmutzig machen wollen und die Bauberufe als «gesellschaftlich minderwertig» eingestuft werden! Dies war schon vor 35 Jahren so! Fazit: Wer soll also ihre Wohnung bauen, die Strasse dazu und ihren Müll abräumen? Hierzu sind dann die Ausländer in ihren Augen wieder gut genug, oder aber, ihre «Kapitalismusphobie» muss dann herhalten! Schade!
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    2. Antwort von M.Kaiser, Basel
      @Bächler , Sie haben Unrecht , "gesellschaftlich minderwertig" ist der Bauhandwerker -Beruf genau durch die Geiz- und Gier- Politik der unersättlichen Firmen - Bosse und Bonzen gemacht worden. Wollen denn Sie 3 Jahre zu einem Lehrlingslohn schuften um dann max . 500Fränkli mehr zu verdienen wie ein Ziegelschupfer ? Nein, Sie sicher nicht ! Wenn sie dem Lehrling einen Mindestlohn von 3000 Fr und im ersten Gesellenjahr 6000 Fr bieten wird dieser Beruf rasch an ansehen gewinnen ! Das ist Fakt !
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  • Kommentar von Rolf Michel, 1723 Marly
    Es gibtgenügend Migranten, welche mit Handkuss auf dem Bau bei einer CH-Firma arbeiten werden - genau das will unsere Politik und die dahinter stehende Lobby nämlich. Für die Schweizer bleibt nur noch das Auswandern und das Glück anderswo finden - das Wässerchen nimmt seinen Lauf, resp. die Deindustrialisierung ist in vollem Gange (ich weiss, wovon ich spreche - in unserem Betrieb werden demnächst keine Lehrlinge mehr ausgebildet ... die Kosten sind zu hoch - Exportindustrie).
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    1. Antwort von Simon Suter, 1723 Marly
      Nein, offensichtlich wissen sie nicht, wovon sie sprechen. Es hat ja eben mehr als genug Jobs. Von Migranten, die uns die Jobs wegnehmen würden, kann also keine Rede sein. Das hat mit Migration schlicht überhaupt nichts zu tun. Sondern mit Dumpinglöhnen, für die kaum jemand arbeiten will, die die Baubranche bezahlt. Man kann nicht einfach jedes Problem den MigrantInnen in die Schuhe schieben.
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    2. Antwort von Rolf Michel, 1723 Marly
      Na ja, ich weiss, das Thema ist komplex - aber einfach verständlich ausgedrückt - je kleiner der Lohn desto grösser die Gewinnmarge.
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