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Flop zum Winterstart Bei Schweizer Seilbahnen brechen Gästezahlen ein

Endlich ist es Winter. Für die Schweizer Seilbahnen gilt es nun den schwachen Saisonstart wettzumachen.

Legende: Video Dorfskilifte ohne Schnee abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
Aus Tagesschau vom 27.12.2016.

Begonnen hatte die laufende Wintersaison eigentlich vielversprechend. Erste grössere Schneemengen fielen aussergewöhnlich früh.

Bereits im November konnten viele Skigebiete Bahnen und Pisten erstmals öffnen. Danach folgte jedoch eine lange Föhnperiode, die den Schnee regelrecht verflüssigte, und von Ende November bis Ende Jahr fiel im ganzen Land weder Regen noch Schnee.

Saisonabonnements federn Einbruch ab

Der rekordverdächtig trockene Dezember schlägt sich auch im Saison-Monitoring der Seilbahnen Schweiz (SBS) nieder. Der Transportumsatz der Bahnen fiel vom Saisonstart bis Ende Dezember um vier Prozent tiefer aus als vor Jahresfrist. Die Gästezahlen (Ersteintritte) liegen sogar 12,6 Prozent hinter dem Vorjahr zurück, wie der Verband mitteilte.

Dass der Umsatz deutlich weniger stark eingebrochen ist als die Gästezahlen dürfte vor allem mit dem vielerorts erfreulichen Absatz von Saisonabonnements zu erklären sein – der sehr frühe Schnee im November hatte diesen Vorverkauf positiv beeinflusst.

Rückgang der Einnahmen

Ski-Region
Einbusse
Schweizer Durchschnitt
-12.6 Prozent
Berner Oberland
-30.5 Prozent
Waadtländer und Freiburger Alpen
-23.8 Prozent
Ostschweiz-23.3 Prozent
Wallis-9.2 Prozent
Graubünden-3.9 Prozent

Höhenlage entscheidend

Insbesondere mittelgrosse Unternehmen in mittleren Höhenlagen mussten aber teils massive Einbussen in Kauf nehmen. Das zeigt sich etwa an den Zahlen für das Berner Oberland, wo es viele solcher Betriebe gibt. Gegenüber dem Saisonstart 2015 brachen die Ersteintritte um 30,5 Prozent ein. In den Waadtländer und Freiburger Alpen betrug der Rückgang 23,8 Prozent, in der Ostschweiz 23,3 Prozent und in der Zentralschweiz 19,3 Prozent.

Weniger betroffen von der Schneeflaute waren Gebiete in Graubünden (-3,9 Prozent) und im Wallis (-9,2 Prozent). Wintersportorte in diesen Kantonen sind vergleichsweise hoch gelegen. Glücklich schätzen konnten sich auch Gebiete mit Beschneiungsanlagen. Dank der tiefen Temperaturen trafen hier die Gäste meist sehr gute Pistenbedingungen an.

Vorsichtig optimistischer Ausblick

Trotz des ernüchternden Saisonstarts zeigt sich SBS-Direktor Ueli Stückelberger vorsichtig optimistisch für den weiteren Verlauf der Saison:

«Der verbreitete Wintereinbruch in diesen Tagen bis ins Unterland hinunter bringt nun die nötige Winterstimmung, was erfahrungsgemäss die Lust auf den Schneesport ankurbelt.»

Grossen Einfluss auf den Saisonverlauf habe nun vor allem das Wetter an den Wochenenden, so Stückelberger.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Die grössten Anpassungen die möglich wären: viel, viel kleinere Brötchen backen. vor 50 Jahren hatten wir noch schneereiche Winter, dann gab es Jahrzehnte mit "Pflotsch" statt Schnee, heute haben wir halt eher keinen Schnee mehr. Wir müssen dieser Tatsache doch ins Auge schauen. Wenn wir uns darauf einrichten, dass kleine Lifte halt nur ein paar Wochen laufen, dann gehts auch so. Die grössten Bahn-Projekte müssen dringend aufgegeben werden, damit nicht auch noch die ganze Natur zerstört wird.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Wo bleiben Anpassung, Flexibilität und Kreativität der zuständigen "Tourismuschefs" an die Veränderungen des Klimas, ohne dass Natur und Wildtiere geschädigt/gestört werden durch den Menschen? Alles verändert sich mit der Zeit....da müssen sich die egoistischen, profitgierigen Herrschaften und deren verwöhnte Kundschaft eben umstellen und anpassen!!!
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  • Kommentar von Joseph Haering (Joseph Haering)
    Eventuell sollte einmal über die Preisgestaltung nachgedacht werden!
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    1. Antwort von Denise Casagrande (begulide)
      Es geht um Akzeptanz des Klimawandels und Anpassung der Menschen an diese Realität, mittels Fantasie und Kreativität, ohne weiter Natur und Tier zu belasten/stören!
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