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Wirtschaft Blei-Skandal: Nestlé-Nudeln kommen zurück in die Regale

Blei-verseuchte Maggi-Nudeln in Indien haben sich für deren Hersteller rasch zur Millionen-Hypothek entwickelt. Rund 400 Millionen Nudelpackungen mussten vom Markt genommen werden. Nun hat der Nahrungsmittel-Multi Nestlé mit der Wiedereinführung begonnen. Analysten bleiben skeptisch.

Nestlé nimmt den Verkauf ihrer Maggi-Fertignudeln in Indien nach einem Lebensmittelskandal wieder auf. Nestlé habe damit begonnen, den Snack wieder in die Regale zu stellen, teilte der Schweizer Nahrungsmittelkonzern mit.

Maggi-Nudelpack auf einem Herd. Daneben eine Pfanne, in der die Nudeln kochen.
Legende: Nestlés Beteuerungen sind eine Sache – das Vertrauen 100 Millionen indischer Kunden ein andere. Reuters

Tests von amtlich zugelassenen Labors hätten gezeigt, dass das Produkt sicher sei.

Schwere Vertrauenskrise überwinden

Der Broker KeplerCheuvreux erklärte, die Wiedereinführung komme früher als erwartet. Analyst Jon Cox warnte jedoch auch, dass es dauern werde, bis Nestlé das Vertrauen der Verbraucher in die Nudeln zurückgewonnen habe.

Der Schweizer Konzern musste das Produkt im Juni vom Markt nehmen, nachdem Lebensmittel-Kontrolleure in einigen Paketen bedenklich hohe Blei-Konzentrationen gefunden hatten. Durch den Verkaufsstopp in Indien ging Nestlé im laufenden Jahr nach Einschätzung von Experten rund 200 Millionen Franken an Umsatz durch die Lappen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Der Schweizer Nestlé-Konzern zeigt wie die Übermacht der int. Konzerne wirkt. Investoren- und Geschäftsinteressen stehen höher als die Interessen der Menschen. Der Markt wird bearbeitet, beworben, getäuscht und notfalls auch manipuliert zu Gunsten eigener Interessen. Das ist die schöne neue Welt der int. Handelsabkommen - mit totalem Investorenschutz. Die Risiken der Investoren werden damit auf die Allgemeinheit übertragen - die Gewinne bleiben natürlich trotzdem bei den Investoren.
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