Brasilianer kaufen älteste Tessiner Bank

Eine brasilianische Bank kauft die Banca della Svizzera Italiana (BSI). Banco BTG Pactual zahlt für BSI 1,5 Milliarden Franken. Bisher gehörte die Luganeser Privatbank dem italienischen Versicherungskonzern Generali. BSI ist vor allem in der Vermögensverwaltung tätig.

Gebäude mit dem BSI-Logo

Bildlegende: Die BSI hat ihren Sitz in Lugano und wurde vor über 140 Jahren als Banca della Svizzera Italiana gegründet. Keystone

Die Privatbank BSI mit Sitz in Lugano erhält einen neuen Besitzer: Sie wird vom italienischen Versicherungskonzern Generali an die brasilianische Finanzgruppe Banco BTG Pactual verkauft. Der Preis beträgt 1,5 Milliarden Franken. Der Deal soll nach Zustimmung der Wettbewerbshüter im ersten Halbjahr 2015 über die Bühne gehen.

BTG Pactual zahle 1,2 Mrd. Fr. in bar und 300 Mio. Fr. in BTG-Anteilen, teilte Generali mit. Der Verkauf der Banca della Svizzera Italiana (BSI) sei ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Kapitalbasis.

Generali-Chef Mario Greco will die Schuldenlast senken und das operative Ergebnis sowie den Gewinn steigern. Mit dem Verkauf erreiche Generali sein Ziel bei der für Regulierer massgeblichen Kapitalquote bereits ein Jahr früher als ursprünglich geplant, sagte Greco.

Der Name BSI bleibt

BSI verwaltet rund 90 Mrd. Fr. (rund 100 Mrd. Dollar) an Kundenvermögen und beschäftigt etwa 2000 Mitarbeitende in mehr als 10 Ländern. Bei BTG Pactual wird BSI zur weltweiten Vermögensplattform. Die Brasilianer wollen nach eigenen Angaben an der Marke BSI festhalten.

BTG Pactual beschäftigt über 2800 Mitarbeitende in Lateinamerika, den USA, Europa, Singapur und Hongkong. Die verwalteten Vermögen des Unternehmens belaufen sich im Asset Management auf 83 Mrd. Dollar und im Wealth Management auf 30 Mrd. Dollar.