Burger-Riese in der Krise: Chefwechsel bei McDonald's

Der US-Fastfood-Konzern McDonald's gerät immer stärker unter Druck. Erstmals seit mehr als zehn Jahren sanken im letzten Jahr die weltweiten Verkäufe. Nun nimmt Konzernchef Don Thompson seinen Hut.

Burger in Nahaufnahme.

Bildlegende: McDonald's hat Imageprobleme und ist bei den jüngeren Generationen nicht mehr angesagt. Keystone


Wird es Fast Food immer geben?

6:27 min, aus SRF 4 News aktuell vom 29.01.2015

Die Krise beim Fastfood-Riesen McDonald's hat personelle Konsequenzen: Konzernchef Don Thompson wird nach nicht einmal drei Jahren an der Spitze des Unternehmens abgelöst. Sein Nachfolger ist Steve Easterbrook und kommt aus dem Unternehmen.

Easterbrook wird sein Amt am 1. März antreten, wie McDonald's mitteilt. Investoren begrüssten die Entscheidung. Die Aktie stieg nachbörslich um etwa drei Prozent.

Hoffnung auf den Nachfolger

Der 51-jährige Thompson war 25 Jahre für das Unternehmen tätig, allerdings nur knapp drei als Präsident, Verwaltungsrat und Vorstandsvorsitzender. Er sei «zuversichtlich», dass sein Nachfolger das Unternehmen nach vorn bringen werde, erklärte der scheidende Konzernchef.

McDonald's hatte in der vergangenen Woche einen Umsatzrückgang um sieben Prozent auf 6,6 Mrd. Dollar für das vierte Quartal gemeldet. Der Gewinn sank um mehr als ein Fünftel auf unter dem Strich 1,1 Mrd. Dollar.

Imageprobleme bei den Jüngeren

Die Hamburger-Kette gerät im Heimatmarkt USA immer stärker unter Druck. McDonald's hat Imageprobleme und ist bei den jüngeren Generationen nicht mehr angesagt. Immer mehr Kunden wandern zur Konkurrenz ab.

Zu schaffen machen der Kette auch geschlossene Filialen in Russland und veränderte Konsumgewohnheiten in China. Für das laufende Jahr plant McDonald's weniger Investitionen. Die Kette ist in mehr als hundert Ländern mit etwa 36'000 Restaurants vertreten.