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Wirtschaft Chef-Sessel als Schleudersitz: Siemens feuert Löscher

Das Mass ist voll: Nach dem Wirbel um die neueste Gewinnwarnung bei Siemens muss Konzernchef Peter Löscher seinen Hut nehmen. Sein Nachfolger ist noch nicht benannt.

Ein Mann breitet die Arme vor einem Siemens-Firmenschild aus
Legende: Seine Tage als Chef bei Siemens sind offenbar gezählt: Peter Löscher steht vor dem Aus. Keystone/Archiv

Nach einer Serie von Rückschlägen muss Siemens-Chef Löscher seinen Posten räumen. Der Aufsichtsrat des Elektrokonzerns werde kommenden Mittwoch über das vorzeitige Ausscheiden Löschers beschliessen, teilte das Unternehmen in München mit.

Die Kontrolleure wollen bei dieser Sitzung auch «über die Ernennung eines Vorstandsmitglieds zum Vorstandsvorsitzenden beschliessen», hiess es. Als möglicher Nachfolger ist Finanzvorstand Joe Kaeser im Gespräch.

Löschers Ablösung hatte sich abgezeichnet, nachdem Siemens am Donnerstag die Börsen mit einer neuen Gewinnwarnung verschreckte. Das für 2014 angepeilte operative Gewinnziel von mindestens zwölf Prozent werde voraussichtlich nicht erreicht, hatte das Unternehmen erklärt. Es war bereits die zweite Gewinnwarnung innerhalb von nicht einmal drei Monaten.

Löscher hatte seit Amtsantritt 2007 mit Problemen wie der Konjunkturflaute, einer nachlassenden Wachstumsdynamik in Schwellenländern wie China sowie teuren, hausgemachten Projektpannen zu kämpfen. Dazu gehört die verspätete Lieferung von ICE-Zügen an die Deutsche Bahn.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Wieso Chef-Sessel als Schleudersitz? Uns Arbeiter geht es doch genau so! Wollen wir unsere Meinung einbringen, heisst es: ich Boss, Du Sklave... wenns Dir nicht passt, kannst Du gehen. Es warten auf einen Schweizer hundert billigere Ausländer! Aber einen Unterschied gibt es: die entlassenen Chefs und CEOs haben trotzdem Millionen auf dem Konto, wir Arbeiter müssen hingegen aufs RAV oder Soz-Amt! Was wären Sie nun wohl lieber? Also ich wähle den Chef Posten!
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Ja wer zum falschen Zeitpunkt eine schlechte Erbschaft antritt hat Pech... immerhin, wie ueblich werden solche Abgaenge vergoldet, zu Konditionen, wo der Kleine (wie ich) nur traeumen kann, genug , mehr als genug bis ans Ende ein luxurioesen Lebens.. aber siehe, er wird bald weiter businessen, wird nie genug haben wollen..
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    1. Antwort von Hansi Dragoner, Drachenstein
      Löscher ist bereits seit 2007 Siemens-Chef, da kann man nicht mehr von einer schlechten Erbschaft reden, vor allem wenn man die aktuellen Pannenserien unter seiner Ägide sieht. Bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit 2017 war wohl dem Siemens -Aufsichtsrat dieser Ausländer, der außer der deutschen Sprache deutsches Wesen nicht verinnerlicht hat, nicht mehr ganz geheuer. Die Abfindung (lt. Berechn."Handelsblatt") von 15,74 Mio € waren da dem Aufsichtsrat wohl das kleinere Übel.
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    2. Antwort von T. Blaser, Zürich
      Nachdem 2009 bei einer Nacht -und Nebelaktion bei über 100 deutschen Siemens-Manager polizeiliche Hausdurchsuchungen in München wegen Bestechung und Betrug durchgeführt wurden. Wurden diverse deutsche Manger, welche offensichtlich das deutsche Wesen zu sehr verinnerlicht hatten, zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Mal schauen was nun jetzt nachkommt??
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    3. Antwort von Hansi Dragoner, Drachenstein
      @Blaser: Im Gegensatz zur Schweiz die das internationaler Justiz und ausländischen Steuerbehörden überlässt, urteilen wir hier in Deutschland kriminelle Finanz- und Wirtschaftsverbrecher selbst im eigenen Land ab.
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