Zum Inhalt springen

Header

Video
Starker Franken bremst Aussenhandel
Aus Tagesschau vom 28.05.2015.
abspielen
Inhalt

Wirtschaft Die Schweiz exportiert und importiert weniger

Der Aussenhandel der Schweiz hat sich im April deutlich abgeschwächt. Exporte und Importe waren besonders mit den Nachbarländern rückläufig.

Exporte und Importe der Schweiz gingen im April zum dritten Mal in Folge zurück, wie die Eidg. Zollverwaltung und das Eidg. Finanzdepartement mitteilen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergab sich folgendes Bild:

  • Ausfuhren: - 5,1 Prozent auf 16,3 Milliarden Franken
  • Einfuhren: - 8,1 Prozent auf 13,4 Milliarden Franken

Warenpreise deutlich tiefer

Vor allem wegen des starken Frankens sanken die Warenpreise: Im Export gingen sie um 3,8 Prozent zurück, beim Import um hohe 7,4 Prozent. Das schwächt die realen Rückgänge (abzüglich Preisveränderung) im Aussenhandel ab. Drei Viertel der Branchen, die Waren exportieren, wiesen tiefere Umsätze auf.

Lediglich drei der zehn wichtigsten Exportbranchen erhöhten ihren Auslandsabsatz. Zulegen konnten Bijouterie und Juwelierwaren sowie die beiden kleinsten Exportbranchen Textilien/Schuhe sowie Präzisionsinstrumente.

Blaue Pillen purzeln aus einer Maschine in ein tonfarbenes Gefäss
Legende: Der Einbruch der Exporte bei den Medikamenten war im April besonders stark. Keystone

Grösste Branche mit stärkstem Minus

Für einmal weist die umsatzstärkste Branche, die chemisch-pharmazeutische Industrie, den stärksten Exportrückgang aus: Sie exportierte rund 13 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Der Rückgang geht vor allem auf deutlich niedrige Ausfuhren von pharmazeutischen Wirkstoffen sowie Medikamenten zurück.

Ebenfalls zweistellig fiel der Exportrückgang bei der Kunststoffindustrie aus (-11 Prozent). Markante Exportrückgänge von 8 respektive 7 Prozent mussten aber auch die Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie die Papier- und grafische Industrie hinnehmen.

Grosse Unterschiede in der Maschinenindustrie

Vergleichsweise glimpflich kam die zweitgrösste Branche, die Maschinen- und Elektronikindustrie davon. Sie exportierte 2 Prozent weniger. Die einzelnen Sektoren der Branche zeigen aber ein sehr unterschiedliches Bild: Bei den Textilmaschinen sanken die Exporte um fast ein Drittel, bei den Werkzeugmaschinen legte sie gar um einen Fünftel zu.

Auch Uhrenbranche leidet

Für einmal glänzte selbst die Uhrenindustrie nicht: Die Ausfuhren lagen mit einem Minus von 1 Prozent knapp unter dem Vorjahresniveau. Die positive Entwicklung im März wurde dadurch teilweise ausgeglichen, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) feststellt. Für die ersten vier Monate des laufenden Jahres resultiert dennoch ein Plus von gut 2 Prozent.

Industrieproduktion sinkt

Nach dem Frankenschock von Mitte Januar hat die Schweizer Industrie einen Rückschlag erlitten. Sowohl Umsatz als auch Produktion gingen im ersten Quartal auf Talfahrt. Insgesamt sank die Produktion um 0,5 Prozent. Dabei war sie im Januar noch um 5,8 Prozent angestiegen. Auch das Baugewerbe litt: Der Umsatz sank um 2,6 Prozent.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Franz NANNI , Nelspruit SA
    So kann schon mal auf Wirtschaftsfluechtlinge verzichtet werden und die PFZ brauchts auch nicht mehr.. soo einfach.. fuer eine wohnbare nachhaltige Schweiz!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Steiner , Winterthur
    Und schon ist es wieder da, dieses propagandistische Gejaule, einzig zum Zweck, die Gewinne der Wirtschaft irgendwie wieder auf Kosten des Volksvermögens subventionieren zu lassen wie vor dem SNB-Entscheid. Von welchen üblen Wirtschaftskreisen und über welche Mechanismen werden solche Pressemitteilungen eigentlich gesteuert?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von a.schmid , sevelen
    Ach ja... 8.1 weniger import in Franken bei einem Währungsverlust von 12-15% da würde das ja ein Realwachstum von 4%+ betragen. Klingt halt viel schöner wenn man die Jammer Varinate wählt. Die Preise im Export wurden oft in Euro gehandelt... letztlich trift es unseren Motor die Realwirtschaft am härtesten - stehen bleiben war gestern, die Zukunft gehört denen welche noch vorne gehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen