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Wirtschaft Die Wiedergeburt von Malaysia Airlines

Nach zwei Flugunglücken will kaum jemand mehr mit Malaysia Airlines fliegen. Das hat Folgen: Die Firma entlässt 6000 Mitarbeiter. Eine neue Fluggesellschaft tritt die Nachfolge von Malaysia Airlines an.

Ein Flugzeug von Malaysia Airlines in Kuala Lumpur
Legende: Nach zwei Flugzeugabstürzen innerhalb von vier Monaten hat Malaysia Airlines mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Keystone

Zwei zerstörte Maschinen innerhalb weniger Monate überlebt kaum eine Fluggesellschaft – auch Malaysia-Airlines nicht. Nun zieht die Firma daraus die Konsequenzen und streicht 6000 Stellen. Das sind fast 30 Prozent von insgesamt 20‘000 Stellen. Malaysia Airlines gehört zu 69 Prozent der staatlichen Investmentfirma Khazanah Nasional.

Zur Neupositionierung der Firma gehört auch die Bildung einer neue Firma, welche die bestehende Malaysia Airlines und die verbleibenden Angestellten übernehmen wird. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 1,9 Milliarden Dollar.

Neue Airline im Juli 2015

Die malaysische Regierung hat angekündigt, die Beteiligung an der Airline von 69 auf 100 Prozent aufzustocken und somit die alleinige Kontrolle zu übernehmen. Die neue Fluggesellschaft soll im Juli 2015 erstmals abheben. Die Suche nach einem neuen CEO für die neue Gesellschaft läuft noch, wie die Regierung mitteilte.

Bereits vor den Flugunglücken hatte Malaysia Airlines Verluste geschrieben: Das Unternehmen steckt schon seit drei Jahren in den roten Zahlen. Ein Grund dafür ist die zunehmende Konkurrenz durch Billigflieger wie AirAsia.

Suche nach MH 370 nicht abgeschlossen

Die Suche nach Flug MH 370 im Indischen Ozean geht derweil weiter. Die Maschine war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking im März dieses Jahres vom Kurs abgewichen und dann spurlos verschwunden.

Nur vier Monate später, im Juli, wurde eine Maschine von Malaysia Airlines abgeschossen, während sie die Ostukraine überflog. Der Westen hat dafür die pro-russischen Rebellen verantwortlich gemacht, was diese jedoch abstreiten.

2 Kommentare

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  • Kommentar von R. Bischof, Zürich
    Die Malaysian Airlines hat einfach Pech gehabt, aber so kann es gehen leider. Wieso das erste Flugzeug verschwunden ist, wissen wir ja leider immer noch nicht. Daher wissen wir auch nicht wieviel Schuld die Airline daran hat. Aber beim 2. Flugzeug hätte es genau so gut die meisten anderen Airlines auch erwischen können, z.B. die Swiss oder die Lufthansa, da war sehr viel Pech dabei.
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    1. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Malaysia hat Bush und Co als Kriegsverbrecher verurteilt. Für mich ist klar, das Malaysia sich damit in die Schusslinie von fragwürdigen, kriminellen Kreisen geworfen hat. Wo man Bauernopfer braucht (Ukraine), versucht man nun Malaysia bluten zu lassen. Wo man soziale Keile im asiatischen Raum schlagen will, da wird Malaysia den Kopf hinhalten. Die Frage ist, wie wir damit umgehen. Stehen wir für eine demokratische und freiheitliche Lebensweise, oder unterwerfen wir uns kriminellen Mächten?
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