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Wirtschaft Digitalisierung kostet nicht zwingend Jobs

Welche Folgen haben Robotik und Digitalisierung für den Arbeitsmarkt? Nicht unbedingt weniger Stellen aber ein steigender Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern. Dies ist eines der Ergebnisse einer Umfrage von SRF Wirtschaft in Zusammenarbeit mit der KOF ETH.

Wir sind nicht die Roboter – aber die Roboter übernehmen immer mehr unsere Jobs. Das bedeutet aber nicht zwingend Massenarbeitslosigkeit in den Industrieländern. Nur ein Drittel der von SRF und KOF befragen Ökonomen rechnen mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit als Folge der Digitalisierung.

Allerdings wird der Bedarf an weniger ausgebildeten Arbeitskräften sinken. Doch selbst für diese biete die Digitalisierung Chancen, sagt der renommierte deutsche Industrie-Experte Günther Schuh der Tagesschau.

Schweiz profitiert

Und was heisst das alles für die Schweiz? Die Schweizer Wirtschaft könnte eine Vorreiterrolle in der Industrie 4.0 übernehmen, die Wettbewerbsfähigkeit sogar noch etwas ansteigen. Denn hierzulande leben und arbeiten viele Hochqualifizierte. Fachkräfte, die nicht so einfach durch Roboter ersetzt werden können, Fachkräfte, die es braucht, um zum Beispiel die Roboter zu entwickeln und zu programmieren. Allerdings darf die Politik nicht versuchen, den Verlauf der vierten industriellen Revolution zu stark zu beeinflussen: Es reicht völlig, dass der Staat attraktive Rahmenbedingungen schafft – oder sogar am besten den Dingen einfach Lauf lässt.

Details zur Studie finden Sie hier, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Stimmen zur Industrie 4.0

Umfrage Industrie 4.0

Die SRF Wirtschaftsredaktion hat in Zusammenarbeit mit der Konjunktur-Forschungsstelle KOF der ETH Zürich eine exklusive Umfrage zu Robotik und Digitalisierung durchgeführt. Rund ein Drittel aller Ökonomen aus Forschung und Lehre in der Schweiz haben an der Umfrage teilgenommen.