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Wirtschaft Erstes chinesisches Passagierflugzeug bereit für Testflug

Nach sieben Jahren Entwicklung ist in Shanghai die erste chinesische Passagiermaschine vom Band gerollt. Das Flugzeug des staatlichen Herstellers Comac soll nächstes Jahr zum ersten Flug abheben – und möglichst bald Boeing und Airbus Konkurrenz machen.

Legende: Video Erstes Passagierflugzeug «made in China» abspielen. Laufzeit 00:51 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 02.11.2015.

Sieben Jahre hat die Entwicklung des ersten chinesischen Passagierflugzeugs in Anspruch genommen. Nun wurde die Maschine C919 vor Regierungsfunktionären und Industrievertretern in Shanghai offiziell präsentiert.

Den ersten Flug will der staatliche Hersteller Comac (Commercial Aircraft Cooperation of China) nächstes Jahr durchführen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet. Nach Testflügen über drei Jahre solll die C919 für den kommerziellen Betrieb bereit sein. Die Maschine bietet Platz für 168 Passagiere.

Bisher vor allem einheimische Käufer

Ursprünglich hatte das Mittelstreckenflugzeug schon im kommenden Jahr gegen die amerikanische und europäische Konkurrenz – die Boeing 737 und den Airbus 320 – antreten wollen, doch hat sich das Projekt immer wieder verzögert.

Im vergangenen Monat hatte die Export-Import Bank von China erklärt, Comac für die Finanzierung seiner Luftfahrtprojekte 7,9 Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen. Comac liegen nach eigenen Angaben bereits Bestellungen von über 500 Exemplare vor – fast alle von einheimischen Käufern.

China träumt seit den 70er Jahren davon, sein erstes eigenes ziviles Flugzeug zu bauen. Das Vorhaben wurde damals von Jiang Qing unterstützt, der Ehefrau von Mao Tse-tung. Aber das entwickelte Modell Y-10 war letztlich zu schwer; nur drei Exemplare davon wurden gebaut.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Zangerl (TZ)
    Ich habe 30 Jahre Erfahrung mit fernöstlichen technischen Produkten und diese Mentalitäten haben das Entwicklungs- u. Innovationsproblem generell, hingegen im kopieren und dann verbessern und dann in eine Massenproduktion umwandeln, da sind sie unschlagbar. Und wenn es dann in Hochqualitätsprodukte hineingeht, da kommen die dann auch auf die Kosten und dann ist es aus mit billig, billig. Heutige Elektrobusse und Batterien - reden wir von Garantien von 10 Jahren - Europa vorne, CN weit hinten.
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  • Kommentar von Alfons Wilbert (AlfWilbert)
    Copyright ?? Of course they copied it right !!
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Of course they do it...! - Alsbald kriegt Airbus und Boeing ernsthafte Konkurrenz. Mit kreativer Innovation kommt man zwar voran und an die Spitze in Europa, kann sich damit allein jedoch auf Dauer nicht an der Spitze halten. Man wird zuerst eingeholt und dann überholt. - Nur ewig Gestrige glauben noch, dass Europa (und EU) in Zukunft der Nabel der Welt sein wird. (smile aus Asien)
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Um eine wirkliche Alternative zu sein, müssen die neuen chin. Flugzeuge absolut zuverlässig und techn. ebenbürtig sein. Preislich haben sie sicherlich Vorteile. CN als Grossmacht muss in der Lage sein, in allen Bereichen der Technik eigene Entwicklungen zu präsentieren. In der zivilen Wirtschaft muss ein Grossteil der Gewinne erfolgen. Und es müssen hochstehende Produkte sein, die Kunden global begehren.
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    1. Antwort von Thomas Zangerl (TZ)
      Richtig und da liegt das Problem plus ein weltweiter after-sales-service. Ich kann mich noch erinnern an die SIGG Pfannen die dann in CN in Lizenz gemacht wurden und der grosse Coup mit der Coop mit Umsatzpunkte sammeln und eine SIGG-Pfanne sehr günstig zu bekommen. Die Qualität war A+F, der CH Markt überflutet und zerhauen. Mit Fliegern geht das nicht, auch nicht für Ryanair, auch nicht für China selber...
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    2. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Thomas Zangerl (TZ), Krakau: Unterschätzen Sie die Asiaten nicht. 2/3 der Menschen auf dieser Welt leben in Asien. Wir wären gut beraten, wenn wir (inkl. EU) uns nicht mehr so überheblich als Nabel der Welt sehen würden. Wir Schweizer werden einmal Asien mehr als diese unseelige EU-(Schein)-Wertegemeinschaft benötigen um wirtschaftlich einigermassen über die Runden zu kommen. Das sollten wir Schweizer keinesfalls übersehen.
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