EU zieht Schraube bei italienischer Krisenbank an

Die Bank Monte dei Paschi di Siena braucht Milliardenhilfen. Grünes Licht von der EU gibt es aber nur unter Auflagen.

Die älteste Bank der Welt, die Monte dei Paschi di Siena, muss für die beantragten milliardenschweren Staatshilfen härtere Auflagen erfüllen. Darauf verständigten sich am Wochenende Wirtschaftsminister Fabrizio Saccomanni und EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia.

Demnach soll Italiens drittgrösstes Bankhaus über eine Kapitalerhöhung mehr Geld einnehmen als die bislang vorgesehene eine Milliarde Euro. Einen genauen Betrag wollte Almunia nicht nennen.

Ferner geplant sind Kostensenkungen sowie eine Reduzierung des Bestands italienischer Staatsanleihen in der Bilanz. Im Gegenzug darf die Bank die von der Regierung in Aussicht gestellten Hilfskredite über 4,1 Milliarden Euro bekommen.

Fehlspekulationen brachten Bank in Schieflage

Wenn die verschärften Konditionen im Rettungsplan berücksichtigt seien, werde die EU-Kommission grünes Licht geben, sagte Almunia am Rande einer Wirtschaftskonferenz in der norditalienischen Stadt Cernobbio.

Das Bankhaus Monte dei Paschi di Siena hatte im vergangenen Jahr durch mehrere Geschäfte mit Derivaten knapp eine Milliarde Euro verloren.