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Erstarkter Euro Euro knackt 1,10 Franken-Grenze

Legende: Audio Die Trendwende nach dem Frankenschock? Einschätzung von Klaus Ammann abspielen. Laufzeit 2:11 Minuten.
2:11 min, aus Info 3 vom 10.07.2017.
  • Erstmals seit September 2016 kostet ein Euro wieder 1,10 Franken.
  • Überraschend starke deutsche Exporte bescherten dem Euro am Montag einen Höhenflug, so dass er die Marke knacken konnte, nachdem er lange nur daran gekratzt hatte.
  • Noch zu Jahresbeginn hatte die Unsicherheit um die französischen Wahlen den Euro geschwächt.

Nachdem Europafreund Emmanuel Macron die Präsidentenwahl gewonnen hatte, legte die europäische Gemeinschaftswährung an Wert zu.

Auch die Spekulationen auf ein Ende der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) trugen dazu bei.

Zuletzt gab es auch weniger Anzeichen, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit Devisenkäufen den Franken schwächen musste.

Ein überraschend starker Anstieg der deutschen Exporte im Mai verhalf dem Euro zu weiterem Auftrieb. Laut dem Statistischen Bundesamt legten die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent zu und damit deutlich stärker als von Analysten prognostiziert.

Auch die Importe entwickelten sich dynamischer als erwartet. Vor allem der Handel mit den Ländern ausserhalb der Europäischen Union nahm an Fahrt auf.

Einschätzung von SRF-Wirtschaftsredaktor Klaus Ammann

Die Schwäche des Frankens ist vor allem einer neuen Stärke des Euros zuzuschreiben. Die deutschen Exporte sind im Mai überraschend stark angestiegen, wie heute bekannt geworden ist – und haben den Wert des Euros weiter gestärkt, dies nachdem bereits die Wahl des Pro-Europäers Emanuel Macron zum französischen Staatspräsidenten für neue Zuversicht gesorgt hatte in der EU. Devisenspezialisten rechnen damit, dass der Trend anhält und der Euro in den kommenden Wochen bis auf 1.12 Franken ansteigt.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Johannes Ullrich (felix_hn)
    @Christian Szabo (C. Szabo), Thal: Wenn mir etwas zu teuer ist, habe ich die Möglicheit der Auswahl und/oder des Wechsels!
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  • Kommentar von Ruedi Schwarzenbach (oktagon)
    In 10 Jahren werden keine Deutschen mehr in die Schweiz kommen, da es ihnen in Deutschland besser gehen wird als in der Schweiz. Mal schauen, wie dann die Schweiz ohne den Wohnungsbau über die Runden kommt.
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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Ich bin gespannt auf das Gezeter aus Brüssel und Frankfurt,falls sich der Euro in die Regionen verschiebt,bei denen die schweizer Naba ihre Devisenbestände gewinnbringend auf die Finanzmärkte werfen kann.Das könnte satte Milliardengewinne abwerfen.Dafür ist uns Gift und Galle sicher;Dank für die Rettungshilfe gegenüber dem Eurofinanzsystem wird es nicht geben.
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