Facebook-Aktie ist so wertvoll wie nie

Mit Social-Media lässt sich doch Geld verdienen. Facebook zeigt es allen Kritikern und wird mit steigenden Kursen belohnt. Doch noch liegt einiges im Argen. Vor allem das Verhalten der US-Geheimdienste im Zuge der Snowden-Affäre stösst bei Facebook auf Unverständnis.

Nach einem turbulenten ersten Jahr an der Börse hat die Facebook-Aktie ein neues Allzeithoch erreicht. Am Mittwoch stieg das Papier auf bis zu 45,09 Dollar.

Zuletzt hatte die Aktie beim Börsengang im Mai kurz die 45-Dollar-Marke erreicht, um in den darauffolgenden Monaten auf bis zu 17,55 Dollar abzustürzen. Facebook ist damit momentan rund 110 Milliarden Dollar wert oder umgerechnet 102,3 Milliarden Franken.

Hintergrund des Comebacks: Das Werbegeschäft auf Smartphones und Tablet-Computern boomt. Während die mobilen Apps zum Börsengang noch überhaupt kein Geld abwarfen, kamen zuletzt 41 Prozent der Werbeeinnahmen aus diesem Geschäftsfeld.

Start mit Pannen

Der erste Handelstag im Mai vergangenen Jahres war nicht optimal verlaufen. Die Banken verschätzten sich bei der Nachfrage nach der Aktie. Zu allem Überfluss belasteten noch technische Pannen des Börsenbetreibers Nasdaq den Start.

Ende Juli erreichte die Aktie schliesslich den Ausgabekurs von 38 Dollar. Von der Erholung profitiert Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg direkt, weil er der grösste Aktionär ist.

US-Regierung soll Facebook besser schützen

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat unterdessen die Internetspionage durch den US-Geheimdienst NSA ungewöhnlich scharf kritisiert. «Ich denke, die Regierung hat es vergeigt», sagte er am Mittwoch in San Francisco.

Als Regierungsvertreter erklärt hätten, man spioniere keine Amerikaner aus, sei das für ein weltweit tätiges Unternehmen wie Facebook nicht gerade hilfreich gewesen. «Das war echt übel.»

«Es ist mein Job und der von Facebook, alle zu schützen, die Facebook nutzen», sagte Zuckerberg. Er wünsche sich, dass die Regierung von sich aus mehr dazu beitrage, die Sache aufzuklären.