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Finma-Verfahren Pierin Vincenz tritt als VR-Präsident von Helvetia zurück

Legende: Audio Vincenz tritt per sofort zurück abspielen.
1:14 min, aus HeuteMorgen vom 18.12.2017.
  • Der ehemalige Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz tritt als Verwaltungsratspräsident bei Helvetia zurück.
  • Der Grund sei das laufende Verfahren der Finanzmarktaufsicht Finma gegen ihn.
  • Die Helvetia ist von der Untersuchung der Finma nicht betroffen.

In den letzten Tagen sei klargeworden, dass sich das Verfahren nicht beschleunigen lasse und damit bis zur kommenden Generalversammlung von Helvetia im April 2018 nicht abgeschlossen sein werde, liess sich Vincenz zitieren.

«Die anhaltende Unsicherheit und die medialen Begleiterscheinungen haben mich deshalb bewogen, im Interesse des Unternehmens per sofort zurückzutreten.»

Verfahren wegen Interessenskonflikten

Die Finma hat das Verfahren gegen Vincenz wegen Interessenskonflikten eingeleitet. Vincenz war von 1999 bis im September 2015 Chef der Raiffeisen Gruppe. Im Oktober wurde bekannt, dass die Finma ein Verfahren zu Corporate-Governance-Themen bei der Raffeisen Gruppe eingeleitet hatte. Das Verfahren gegen Raiffeisen dreht sich um die Mehrheitsbeteiligung Investnet.

Vincenz gehört seit dem Jahr 2000 dem Verwaltungsrat der Helvetia an und amtete seit Oktober 2015 als Präsident.

Neue Präsidentin wird die bisherige Vizepräsidentin Doris Russi Schurter. Sie wird die Amtsgeschäfte bis zur Wahl einer definitiven Nachfolge an der ordentlichen Generalversammlung im April 2018 führen.