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Naturkatastrophen belasten Gewinn von Swiss Re bricht massiv ein

Legende: Audio Swiss Re will Aktienkurs mit Rückkaufprogramm stützen abspielen. Laufzeit 00:50 Minuten.
00:50 min, aus SRF 4 News aktuell vom 23.02.2017.
  • Der Konzerngewinn von Swiss Re sank im letzten Geschäftsjahr um 22,6 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar. Das Vorjahresergebnis war allerdings sehr gut ausgefallen.
  • Grund für den deutlichen Rückgang sind vor allem mehr Schäden durch Naturkatastrophen, wie der Konzern mitteilt.
  • Die Dividende pro Aktie soll leicht auf 4.85 Franken steigen, von 4.60 Franken im Vorjahr.
  • Der Konzern will noch mehr nicht benötigtes Kapital an die Aktionäre zurückgeben, er plant ein neues Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 1 Milliarde Franken. Das stützt den Aktienkurs.

Unter anderem haben die Waldbrände in Kanada, das Erdbeben in Neuseeland und der Hurrikan Matthew das Ergebnis gedrückt: Im grössten Geschäftsbereich von Swiss Re, der Rückversicherung von Schaden- und Haftpflichtversicherungen, brach der Gewinn um satte 30 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar ein.

Aber auch in den Sparten Lebens- und Gesundheitsrückversicherung sowie den Unternehmensversicherungen musste der Rückversicherer einen Gewinnrückgang hinnehmen.

Konzernchef spricht von Erfolg

Trotz dem Gewinnrückgang bezeichnet Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler das vergangene Jahr als Erfolg. «Wir haben trotz anhaltend schwierigen Geschäftsbedingungen ein gutes Ergebnis erzielt», sagte er.

Tatsächlich konnte der Rückversicherer die Prämien- und Honorareinnahmen um 10 Prozent auf 33,2 Milliarden Dollar steigern. Doch hat sich die Rentabilität verschlechtert: Der im Rückversicherungsgeschäft wichtige Schaden-Kosten-Satz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 87 Prozent auf 94,8 Prozent.

Mit ihren Geschäftszahlen liegt Swiss Re als Nummer zwei der Rückversicherung-Branche hinter der Münchener Rück unter den Erwartungen der Analysten.

Prominenter Zugang für den VR

Der Verwaltungsrat (VR) von Swiss Re soll an der kommenden Generalversammlung zwei neue Mitglieder erhalten: Zur Wahl vorgeschlagen sind Novartis-Präsident Jörg Reinhardt und der frühere Allianz SE Rückversicherungs-Chef Jay Ralph. Zudem soll Jacques de Vaucleroy neu in das oberste Führungsgremium kommen.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von August Meier (And007)
    Was unsere Journalisten mal wieder vergessen ist, dass das Schäden die Grundlage für das Versicherungsgeschäft sind. Ohne Schäden ist auch keine Versicherung nötig. Also bitte einmal etwas weiter denken als "Schlecht, nur 3.6 Milliarden Gewinn weil eine Versicherung genau für die Schäden bezahlt hat für die sie vorher Prämien eingenommen und Rückstellungen gemacht hat". Schlimm wäre es wenn dies für die Swiss Re überraschen gekommen wäre.......
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  • Kommentar von August Huber (Gust)
    Denke ich auch jedesmal. Aber die Aktionäre wollen halt Geld sehen. Viel Geld! Die Geldgier kommt immer wieder zum Vorschein.
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    1. Antwort von daniel luder (daniel2seeluft)
      Ich habe ein paar wenige Swissre Aktien, wohl zu wenige um an die GV zu können, aber ich wäre auch mit der halben Dividende zufrieden gewesen. immer noch das X fache von dem was das Sparkonto abwirft.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Bei Gier setzt bekanntlich der der gesunde Menschenverstand aus. Der Sinn und Zweck von Versicherungen ist ja, Menschen oder Gruppen bei Schadensfällen solidarisch zu helfen, nachdem alle Versicherten in einen Topf einbezahlt haben. Doch manchmal hat man den Eindruck, aus dem Leiden und Schaden der Versicherten soll ein Maximum an Gewinn resultieren. Um das zu erreichen, wird auch schon einmal knausrig gehandelt.
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