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Wirtschaft Helvetia will Nationale Suisse kaufen – Stellenabbau geplant

Die zwei Schweizer Versicherungen Helvetia und Nationale Suisse wollen zusammenspannen. Damit entsteht eine klare Nummer drei auf dem Schweizer Versicherungsmarkt. Wie viele Stellen bei der Fusion abgebaut werden, ist noch unklar. Die neue Versicherung soll Helvetia heissen.

Legende: Video «Helvetia will Nationale Suisse kaufen» abspielen. Laufzeit 3:33 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 07.07.2014.

In der Schweizer Versicherungsbranche soll es zu einem Zusammenschluss kommen. Helvetia unterbreitet den Aktionären der Nationale Suisse ein Übernahmeangebot. Durch die Übernahme soll der drittgrösste Versicherungskonzern der Schweiz entstehen. Für den Verwaltungsratspräsidenten der Nationale Suisse, Andreas von Planta, ist Helvetia der ideale Partner im In- und Ausland. Beide Versicherungen verfügten über eine lange und erfolgreiche Unternehmensgeschichte, eine ähnliche Unternehmenskultur und eine lokale Verankerung in Basel.

80 Franken pro Aktie

Konkret unterbreitet die Helvetia Holding den Aktionären der Nationale Suisse ein öffentliches Angebot im Wert von 80 Franken pro Aktie. Dieses besteht aus 52 Franken in bar sowie einer Aktienkomponente im Wert von 28 Franken. Der Angebotsprospekt soll am 8. August aufgelegt werden.

Der Verwaltungsrat von Nationale Suisse empfiehlt den Aktionären der Versicherungsgesellschaft, das öffentliche Angebot anzunehmen, wie es in einem Communiqué heisst. Die neue Versicherung soll unter der Marke Helvetia auftreten.

Die beiden Unternehmen erhoffen sich durch die Übernahme Kosteneinsparungen in der Grössenordnung von 100 bis 120 Millionen Franken pro Jahr. Die Transaktion soll nach den Plänen der Unternehmen im zweiten Halbjahr 2014 abgeschlossen werden.

Stellenabbau bei den Unternehmen

Beschäftigen soll die neue Gruppe rund 7000 Mitarbeiter. Zum Umfang des Stellenabbaus machen die Firmen keine direkten Angaben. Während zwei bis drei Jahren wollen sie aber «viele Stellen von ausscheidenden Mitarbeitenden» nicht mehr besetzen. Die Führung der neuen Gruppe soll aus Personen beider Gesellschaften gebildet werden.

Der Zusammenschluss solle zu einer «starken» Versicherungsgruppe führen, die rund 9 Milliarden Franken Prämien einnehmen und ein Gewinnpotenzial von über 500 Millionen Franken haben soll. Im Schweizer Markt allein soll das Prämienvolumen der neuen Gruppe rund 5 Milliarden Franken betragen.

Spekulationen über eine Übernahme der Nationale Suisse halten sich seit einiger Zeit. Da, neben Helvetia, auch die Versicherungsgesellschaft Mobiliar ihre Beteiligung an Nationale Suisse in den vergangenen Monaten aufgestockt hat, machten Gerüchte über einen Übernahmekampf die Runde. Mit über 19 Prozent war die Mobiliar im April grösste Aktionärin der Nationale.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Claude Dittmer, Biel
    Immerhin wird die HR der Helvetia wieder wirken können nach dem Motto : Sand in die Augen streuen der Mitarbeiter, Fachwissen ausnützen und anschliessend abservieren, sprich Arbeitsverhāltnis auflösen ! Sie haben dies schon gemacht bei der Übernahme Alba ! Schöne Aussichten !
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  • Kommentar von Michel Debrotti, Basel
    Gut lesen wer wo in das Gremium/VR oder GL rutscht. Der CIO (IT Chef) wird automatisch ins obersete Kader gehoben. Alleine die IT Migration reps. Verschmelzung aller Systeme beider Firmen von A-Z wird langfristig mehr sein als 100 Millionen kosten. Das Geld, dass Sie sparen wollen werden Sie beim mergen der Infrastruktur verprasseln. Da hat wohl jemand gedacht die IT eiber Versicherung sind ein paar VR Laptops. ;-) Schlimm nur, dass wir solchen Deppen als Endkunden ausgeliefert sind.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Ein Gigant mehr. Und das Kartell Schweiz wächst und wächst... Genau das Selbe wird in ein paar Jahren auch bei den Krankenkassen passieren. Zum Schluss haben wir dann dort ein, zwei grosse Kassen die den Markt diktieren! Leute, wie blöd muss man eigentlich sein, um den Bossen und Politikern noch glauben zu schenken? Denen geht es nicht um unser Wohl. Denen geht es darum, ihr eigenes Konto zu füllen! Und zwar mit allen Mitteln, egal wer liegen bleibt!
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