Ist das Uber-Geschäftsmodell rechtens?

Die Taxibranche ist in Aufruhr. Der neuer Fahrdienstservice Uber macht dem etablierten Gewerbe das Leben schwer. Besserer Service, und erst noch billiger. Der Experte sieht jedoch keine Regelverstösse.

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Freie Marktwirtschaft bedroht die Taxibranche

3:25 min, aus 10vor10 vom 2.7.2014

Ein Handy mit dem Uber-App.

Bildlegende: Billig, billiger, Uber: Der Internet-Taxidienst lockt Kunden mit tiefen Preisen. Keystone

Die neue Taxidienst Uber bietet über eine App Taxis und Limousinen mit einem ausgebauten Servicepaket an. Die Kunden zahlen für eine Fahrt mit Uber deutlich weniger als für eine reguläre Taxifahrt.

«10vor10» hat gestern exklusiv aufgezeigt, dass Uber Fahrten subventioniert, um die Konkurrenz unterbieten zu können. Die finanziellen Mittel kommen von Investoren wie Google und Goldman Sachs, die Milliarden in das Unternehmen investiert haben.

Die herkömmliche Taxi-Branche ist erbost. Ist der Verdrängungskampf mit solchen Mitteln rechtens? Darf man so Marktanteile kaufen?

Roger Zäch, Experte für Wettbewerbsrecht an der Universität Zürich, versteht die Aufregung nicht: «Wir haben in der Schweiz eine freie Wirtschaft. Ein Problem würde erst entstehen, wenn durch Uber alle anderen Wettbewerber verdrängt würden und Uber als Monopolist auf Taxi-Markt wäre.»

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • App sorgt weltweit für Streiks

    Aus 10vor10 vom 1.7.2014

    Ein Taxidienst sorgt seit kurzem in mehreren europäischen Städten für Streiks und Klagen. Uber heisst der neue Mitbewerber, der über eine Smartphone App für Taxikunden zusätzliche Serviceleistungen anbietet. Nun ist Uber auch in Zürich präsent. Recherchen von «10vor10» zeigen nun erstmals, wie Uber diese Dumpingpreise bieten kann.