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Wirtschaft IWF fordert Stärkung der Weltkonjunktur

Die globale Finanzwelt macht sich Sorgen über die Kraft der Weltwirtschaft. Finanzminister und Notenbankchefs aller Welt haben sich daher für ein entschlossenes Handeln zur Stärkung der globalen Konjunktur ausgesprochen.

Legende: Video Rezepte gegen die Wachstumsschwäche gesucht abspielen. Laufzeit 0:44 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 12.10.2014.
Sitzung des IWF-Lenkungsausschusses
Legende: Der IWF macht sich Sorgen über eine mögliche neue Schwächephase der globalen Konjunktur. Keystone

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht ernsthafte Risiken für die Erholung der Weltkonjunktur und hat die Förderung des Wachstums als Aufgabe von «höchster Priorität» bezeichnet.

Man wolle das Wachstumspotenzial erhöhen, um eine Wirtschaft zu schaffen, die kräftiger, nachhaltiger und ausgeglichener sei sowie mehr Arbeitsplätze biete, erklärte der Lenkungsausschuss des Internationalen Währungsfonds (IMFC) in Washington.

Es sollten «kühne und anspruchsvolle» Massnahmen ergriffen werden, um die Nachfrage neu zu beleben und ökonomische Engpässe zu beheben, hiess es im Abschlusspapier des Gremiums bei der Jahrestagung des IWF und der Weltbank.

Lagarde: «Benutzt all eure Werkzeuge»

Der IWF hatte vor der Jahrestagung seine Prognose des globalen Wachstums für dieses Jahr auf 3,3 Prozent gesenkt. Im April war der Wert noch 0,4 Prozentpunkte höher. Auch für 2015 korrigierte der IWF seine Aussichten nach unten und rechnet nun mit 3,8 Prozent Wachstum. Die zum wiederholten Male verschlechterten Aussichten hatten beim Treffen die Besorgnis über eine neue globale Krise ausgelöst.

IWF-Chefin Christine Lagarde relativierte die Sorgen: «Das Wachstum ist zurück und wir haben eine Erholung», sagte sie. Ihr Ziel für die Tagung sei gewesen, den Finanzministern und Notenbankgouverneuren «ein bisschen Feuer» zu machen. «Seid mutig und benutzt all eure Werkzeuge», rief sie ihnen zu.

Investitionen in Infrastruktur

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf forderte an der IWF-Jahrestagung, dass Infrastruktur-Projekte attraktiver für Investoren aus dem privaten Sektor gemacht werden. «Investitionen in die Infrastruktur können ein wichtiges Instrument zur Förderung des Wirtschaftswachstums sein», sagte die Finanzministerin vor dem IWF-Ausschuss.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Nun offensichtlich hat man der Frau Merkel gesagt, dass das Wachstum inskünftig nicht in den den USA sondern im Osten vor allem China generiert wird, und so sucht die deutsche Regierung seit neulich Kontakte für die letztlich schwächelnde Wirtschaft in Deutschland . Fällte der Motor Deutschalnd im EU Raum aus, dann kommen gewaltige Probleme in der EU auf, ausser; Dragi drückt neue ungedeckte Anleihen um sich über Wasser zu halten. Nur, irgendwann wollen die Investoren ihr Geld zurück.
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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Angesichts der zunehmenden Kriege um die Ressourcen, ist die Forderung nach noch mehr Wachstum unverständlich. Die Frage sollte vielmehr sein, warum es Wachstum braucht damit genügend einen Job haben und was getan werden könnte, um Vollbeschäftigung ohne Wachstumszwang herbeizuführen! Siehe: "Kampf um Pipelines und Rohstoffe „Wir sollten aus der Kriegs-Propaganda und der Gewalt-Spirale aussteigen“".
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    "Ihr Ziel für die Tagung sei gewesen, den Finanzministern und Notenbankgouverneuren «ein bisschen Feuer» zu machen." Solche Aussagen von einer demokratisch nicht legitimierten Führungsperson finde ich ungeheuerlich. Das erinnert mich viel mehr an eine Diktatur als an ein modernes und starkes Europa. Die Macht ist viel zu zentralistisch.
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