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Jede fünfte Stelle weg Herstellerin der Schweizer Banknoten baut ab

  • Grund für den Abbau sind weltweite Überkapazitäten im Markt für die Herstellung von Banknoten, wie Landqart mitteilt.
  • Für die von Kündigung betroffenen Mitarbeitern werde ein Sozialplan erarbeitet.
  • Um den Druck der neuen Banknotenserie zu sichern hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) Landqart letztes Jahr übernommen.

Mit dem Abbau wolle Landqart das Geschäftsmodell anpassen sowie Kosten senken, schreibt das Unternehmen. Damit einher geht die Konzentration auf den Produktbereich der hochwertigen Banknoten- und Passpapiere.

Landqart stellt als einzige das sogenannte Durasafe-Substrat her, aus dem die neue Schweizer Banknoten-Serie gemacht ist. Die Bündner Firma gehörte seit 2006 der kanadischen Fortress Paper.

Das Unternehmen aus Landquart geriet letztes Jahr wegen des Stopps eines wichtigen internationalen Grossauftrags in einen Liquiditätsengpass. Um den Druck der neuen Banknotenserie nicht zu gefährden, übernahm die SNB für 21,5 Millionen Franken 90 Prozent der Aktien von Landqart und führte Landqart die nötige Liquidität zu. Orell Füssli kaufte die übrigen 10 Prozent.

Neben dem Substrat für die Schweizer Banknoten stellt Landqart auch Sicherheitspapier für zehn Euroländer her. Der marokkanische 25-Dirham-Schein ist die erste Geldnote auf Basis des Durasafe-Papiers von Landqart.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Das Durasaife Papier ist ein klobiges, dickes Papier. Man hat das Gefühl, mehr Geld im Portemonnaie zu haben als tatsächlich drin ist. Nein die neuen Banknoten sind mir nicht sympathisch.
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    1. Antwort von Elio Marazzi (Antonio)
      Also wenn der aufgedruckte Wert so hoch wie möglich ist, ist mir jede Banknote sehr sympathisch. Wenn das dicke Papier länger hält, ist erst noch allen gedient.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Wer Banknoten herstellt kann doch nie Pleite gehen - das wäre wie wenn ein Bauer Hunger hätte weil er alle seine Schweine verkaufen müsste und nichts für seine Aufzucht erhalten würde. Die Firma muss ihr Verfahren so teuer verkaufen, dass auch ihre Leute so gut verdienen wie die Bankster .
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Erwarten sie eine Hyperinflation?
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    2. Antwort von M. Kaiser (Klarsicht)
      Ja die erwarte ich, beim derzeitigen Treiben an den Märkten und an den Kriegsfronten. Ihre Frage Hr. Planta, muss ich eher als Scherz verstehen oder ? Man stelle sich vor, die Banknotenherstellkunst ist auch schon dem Sparzwang unterworfen - diese Herstellkunst darf bei den Milliarden Gewinnen der Banken und der SNB doch seinen Preis haben - am Schluss heisst es , wir vermögen das Geld erstellen nicht mehr -wo kommen wir da hin im reichsten Land der Erde ?
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Die SNB soll doch den ganzen Laden kaufen und Schluss ist mit Kündigungen - man könnte das auch direkt dem Bund eingliedern .
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    1. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      You dreamer du! Bundesämter, kantonale Verwaltungen und Gemeindeverwaltungen straffen auch ihren Personalbestand. Und ich frage mich dabei, wieso diese Angestellten auch privilegiert werden sollten im Vgl. zu denjenigen in der Privatwirtschaft. Denn diese Bevorzugung trägt dazu bei, dass Bundesbern die Nöte der Privatangestellten nicht erfasst. Der Arbeitsmarkt in diesem Land ist derart krass rau geworden, da kann man doch nicht eine privilegierte Gruppe einfach schonen.
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    2. Antwort von M. Kaiser (Klarsicht)
      Danke Fr. Fitzi - ich bin gerne ein Träumer - wenn es um das Wohl des Büezers geht. Sie sind aber eine sehr strenge Ökonomin sicher auch in der SVP oder FDP Mitglied oder ?
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    3. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Ich bin eine, deren Team in einem Bundesamt schon vor 10 Jahren komplett eliminiert wurde, damit die Tätigkeit an Externe ausgelagert werden kann. Dann hatte ich noch einen Firmenkonkurs (alle gekündigt) und eine Entlassungswelle wegen Liquidation eines Grosskunden. Ich bin leider keine Träumerin mehr, was das Wohl der Büezer geht. Das ist die strenge Ökonomie, die ich erfuhr. Ob ich SVP/FDP-Mitglied bin, dürfen Sie in Folge selber erraten.
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    4. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      @Fitzi - Als die Nochbeamten des Bundes waehrend der Siebzigerjahre von den Privaten ausgelacht wurden, weil sie noch und noecher Reallohnerhoehungen kasierten, wurde den schon nur um den Teuerungsausgleich kaempfenden Bundesbeamten vorgeworfen, sie haetten bis zur Bahre real sichere Renten. Solange sich die Privaten gegen die Staatlichen aufhetzen lassen, werden beide je laenger je uebler nach dem Motto "Teile und Herrsche!" ueber den Tisch gezogen....
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    5. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Das waren die 70er, Herr Dupond. Schon zu meiner Zeit in den Nuller Jahren war der Unterschied zw. Staatsangestellten und Privaten klar: der Bund stand für relativ hohe Anstellungssicherheit, aber relativ niedrige, doch ständig steigende Löhne (bei uns: +3%, danach +1.5%/J), während die Privaten schnell mal gut verdienen konnten, Karriere machen konnten, und damals waren Entlassungen auch nicht so ein grosses Thema. Der Beamtenstatus war dann schon abgeschafft, da "Gleichbehandlung" muss her.
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