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Wirtschaft Kinobetreiber kämpfen ums Überleben

Während in Hollywood die Filmwelt an der Oscar-Verleihung jubelt, ist die Stimmung bei den hiesigen Kinobetreibern eher getrübt. Seit Jahren nimmt ihre Zahl ab. Wer als Kino-Unternehmer überleben will, muss viel Geld investieren.

Legende: Video Kinobetreiber kämpfen ums Überleben abspielen. Laufzeit 4:24 Minuten.
Aus ECO vom 25.02.2013.

Vor 40 Jahren war die Kino-Landschaft simpel: Jedes Kino hatte einen Saal. 1971 waren das exakt 562. Doch das Fernsehen machte den Betreibern das Leben schwer: Immer mehr Filmtheater gingen zu. 1991 waren es nur noch 306. Dafür kamen Kinos mit mehr als einem Saal auf, die kostengünstiger zu betreiben sind. Mit den Multiplex-Kinos verstärkte sich dieser Trend: 2011 kommen auf 288 Kinos bereits 547 Säle.

Das grösste Multiplex-Kino der Schweiz ist das Pathé Balexert in Genf mit 13 Sälen. Der französische Pathé-Konzern ist hierzulande der zweitgrösste Betreiber mit 10 Kinos und 70 Sälen. Grösser ist nur noch die Kitag-Gruppe (25 Kinos, 88 Säle). Diese gehört zu Cinetrade, an der die Swisscom 49 Prozent hält.

Dass viele Anbieter kämpfen müssen, zeigen auch die neusten Zahlen: 2012 nahm die Anzahl Kinos weiter ab auf 279. Das zeigt die provisorische Statistik des Bundesamtes für Statistik, die «ECO» vorliegt.

Kleinen Kinos zur Last fallen hohe Investitionen beim Wechsel von der Filmrolle auf die digitale Welt. Und einmal umgestellt, muss immer weiter investiert werden. Der Film «Hobbit» etwa wird mit 48 Bildern pro Sekunde gezeigt (doppelt so viele wie bisher) und benötigt für die Vorführung eine neue Technologie.

Legende:
Entwicklung der Anzahl an Kinos und Sälen in der Schweiz BfS

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Rüdisühli, Bern
    Und der starke Trend weg von der jeweiligen Originalsprache mit Untertiteln hin zu deutschen Synchronfassungen trägt für mich ganz klar zum Problem bei. Ich werde zeitlebens NIEMALS Geld ausgeben, um mich im Kino einem synchronisierten Film auszusetzen. Dann lieber auf DVD zuhause geniessen. Dort gibts zudem keine Pause, keine Popcorn-Raschler keine Inkontinenzgeplagten und keine Mobiltelefondauernutzer.
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  • Kommentar von Tim Müller, Basel
    Ich gehe selbst relativ häufig ins Kino (im Schnitt etwa wöchentlich). Dass in Basel in den kleineren Sälen, etwa im Pathé Eldorado, die Projektionsqualität manchmal nicht viel besser ist als zu Hause, finde ich zwar ärgerlich, aber dem Kino bleibe ich nur fern, wenn mir als Zuschauer ein integraler Teil des Kunst- oder Kulturprodukts Film vorenthalten wird (die Stimme der Schauspieler). Solange sie im Original gezeigt werden, bleibt das Kino der beste Rahmen, um Filme zu geniessen.
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  • Kommentar von Tim Luethi, Zürich
    Sehe den Grund des Jammerns nicht, ist doch schlussendlich die Anzahl der Säle entscheidend, die hat sich ja offenbar seit 40 Jahren nicht gross geändert.
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