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Wirtschaft Kommt bald das «Zwei-Klassen-Internet»?

Die US-Kommunikationsbehörde FCC will neue Regeln für den Internetverkehr festlegen. Damit sollen Inhalte gegen Bezahlung schneller bei den Nutzern ankommen. Kritiker sprechen von einem diskriminierenden «Zwei-Klassen-Internet».

Legende: Video Kommt das Zweiklassen-Internet? abspielen. Laufzeit 1:23 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.04.2014.

In den USA gibt es Vorstösse, den Internet-Datenverkehr praktisch in zwei Klassen einzuteilen. Unternehmen sollen ihre Webinhalte auf einer «bezahlten Überholspur» mit einem Aufpreis schneller an die Kunden liefern können.

Die US-Kommunikationsbehörde FCC will mit dieser «bezahlten Überholspur» die Regeln der sogenannten Netzneutralität neu festlegen. Dies berichten die «New York Times» und das «Wall Street Journal».

Schnelleres Internet gegen Bezahlung

Mit dem Vorstoss sollen Unternehmen wie Disney oder Google ihre Dienste mit einer garantierter Übertragungsqualität zum Kunden zu bringen. Dafür müssten die Firmen den Internetanbietern (Providern) einen Aufpreis zahlen, damit z.B. Nutzer ein Video-Streaming störungsfrei sehen können.

Eine solche Regelung wäre eine Abkehr vom bisherigen Prinzip der Netzneutralität, wonach alle Datenpakete im Internet gleich behandelt werden müssen. Verfechter der Netzneutralität befürchten, dass kleinere Firmen benachteiligt würden, weil sie sich die Zusatzzahlungen an die Provider womöglich nicht leisten können.

FCC-Chef Tom Wheeler betonte, es gebe keine grundsätzliche Abkehr von der Netzneutralität.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Mathys, Etziken
    Wieder so einen Amischei....e! Die sind doch nicht mehr normal. Wann endlich zeigen wir denen die kalte Schulter? Man muss mir doch nicht vormachen, dass wir auf die Amis angewiesen sind. Bin überzeugt dass es auch ohne sie geht. Vielleicht sogar besser!
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  • Kommentar von Marcel Ehrhard, Affoltern am Albis
    Was soll der Aufschrei? SBB - 1. und 2. Klasse (Preis, Komfort), Airlines 1. Business und Economy, etc. etc. @Gächter - etwas Vergangenheitsforschung wäre nützlich - ARPANET (US Militär) vs Eurosinet (letzteres kläglich gescheitert) - also Internet basierend auf ARPANET. Wenn man sieht wie lange es dauert bis eine Alternative zu GPS steht, kann man sich leicht ausrechnen dass eine Alternative (von wegen abkoppeln) zum Internet in den Sternen steht. Von wegen likes und don't likes.
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    1. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Arpanet ist nur ein Netzwerk, das hat mit dem Internet nichts zu tun. Es gibt verschiedene Netzwerke, diese aber sind nicht kompatibel zueinander. Da erfand eben einer in Genf das Internet; es ist das Netzwerk, das die verschiedenen Netzwerke verbindet. Und das Internet braucht man nicht neu zu erfinden, es reicht, wenn man die Amis und ihre NSA abkoppelt...
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    2. Antwort von Marcel Erhhard, Affoltern am Albis
      Daneben - von wegen einfach so Amis abkoppeln. TimBL erfand das www (http) gehört zum Application Layer der Internet Protocol Suite. TCP/IP kommt vom ARPANET (erstes Packet Switching Network) wobei TCP zum Transport Layer und IPv4/6 zum Internet Layer gehören. Wichtig ist, ein Grossteil des Internet Backbones gehört US Telecoms (AT&T, Sprint, MCI etc. inkl. Unterseekabel) – von wegen “einfach abkoppeln”. Weniger ausführlich - 'einfach Abkoppler' zum Nachdenken anregen, Machbarkeit und so.
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  • Kommentar von Helga Vögeli, Entfelden
    Das haben wir hier schon lange, höhere Geschwindigkeiten beim Internet gegen Bezahlung.
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