Konrad Hummler zieht sich aus NZZ zurück

Zuerst musste er die Privatbank Wegelin verkaufen, dann wurde er in den USA zu einer millionenschweren Busse verurteilt. Jetzt verabschiedet sich Konrad Hummler auch aus dem Verwaltungsrat der «Neuen Zürcher Zeitung».

Konrad Hummler

Bildlegende: Hummler gab seinen Rückzug aus der NZZ in einer persönlichen Erklärung bekannt. Keystone

Hummler wird auf die Generalversammlung am 13. April als Verwaltungsrat zurücktreten. Dies gab er in einer persönlichen Erklärung bekannt. Bis Februar 2012 war Hummler Verwaltungsratspräsident. Wegen der rechtlichen Auseinandersetzungen übergab er dieses Amt aber an den früheren FDP-Nationalrat Franz Steinegger.

«Nach der Sistierung meiner Position als VR-Präsident sehe ich als einfaches Mitglied des Verwaltungsrats nicht genügend Wirkungsmöglichkeiten bei der Bewältigung der anstehenden strategischen Entscheidungen», so Hummler in seiner Erklärung. Zudem wolle er bei der Verfolgung seiner eigenen Pläne seine publizistische Unabhängigkeit sicherstellen.

Mit Jens Alder und Franz Steinegger treten noch zwei weitere NZZ-Verwaltungsräte zurück. Steinegger hat die statutarische Altersgrenze erreicht und scheidet deshalb aus dem Gremium aus. Als Nachfolger schlägt der Verwaltungsrat Etienne Jornod vor, exekutiver Verwaltungsratspräsident der Galenica Gruppe.

Hummler war Teilhaber der 1791 begründeten Privatbank Wegelin. Dieses Institut war am Montag als erste ausländische Bank in den USA wegen Beihilfe zu Steuerhinterziehung zur Zahlung von gut 74 Millionen Dollar verurteilt worden.

Video «Bank Wegelin in den USA verurteilt» abspielen

Bank Wegelin in den USA verurteilt

2:35 min, aus Tagesschau vom 5.3.2013