Konsumentenpreise ziehen wieder an

Erstmals seit drei Monaten sind die Konsumentenpreise in der Schweiz wieder angestiegen. Damit fällt die Teuerung stärker aus als von Ökonomen erwartet. Mit der Franken-Aufwertung haben die steigenden Preise offenbar nichts zu tun.

Passanten tragen Einkaufstaschen durch die Freienstrasse in Basel. (keystone)

Bildlegende: Ökonomen hatten eine geringere Teuerung erwartet. Sie rechneten mit -0,1 Prozent bis +0,2 Prozent. Keystone

Der Landesindex der Konsumentenpreise ist im März um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat angestiegen. Der Index wird monatlich vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnet.

Die Teuerung fiel stärker aus als von Ökonomen erwartet. Sie gingen für den März von einer Spanne zwischen -0,1 Prozent und +0,2 Prozent aus.

Direkte Rückschlüsse auf die Auswirkungen der Frankenaufwertung sind schwierig. Denn die Entwicklung der Konsumentenpreise ist auch von saisonalen Faktoren und Schwankungen beim Ölpreis abhängig.

Lebensmittel kosten immer noch weniger

Deshalb begründen die Statistiker des Bundes den Preisanstieg etwa mit dem Ende des Ausverkaufs im Bekleidungssektor, aber auch mit den höheren Preisen für Benzin, Diesel und Heizöl.

Ebenfalls gestiegen sind die Preise für Pauschalreisen. Hier haben die Preise gegenüber dem Februar um 1,9 Prozent zugelegt. Im Zuge der Frankenaufwertung war eher mit einem Preisnachlass gerechnet worden. Die teureren Pauschalreisen stehen auch in Kontrast zu den Preisen der Flugtickets, die sich gegenüber dem Februar deutlich um 3,8 Prozent verbilligt haben.

Weniger Geld in die Hand nehmen müssen Konsumenten nach wie vor für Autos und diverse Lebensmittel. Bei den Bananen war die Preisreduktion mit 7,7 Prozent am augenfälligsten. Zahlreiche Aktionen und Preissenkungen registrierte das BFS insbesondere für Rindfleisch, Frischfisch, Käse, Erdbeeren sowie Süssgetränke.

Teurer wurden hingegen Schokolade, Steinobst, verarbeitete Fleischwaren und Kaffee. Das BFS führt den Anstieg im März vor allem auf Aktionen im Februar zurück, die im Berichtsmonat gefehlt hätten.