Kuoni macht weiterhin Verluste

Der Reisekonzern bleibt in den roten Zahlen. Der Ausstieg aus dem europäischen Reiseveranstaltergeschäft kostete Geld.

Im ersten Halbjahr vermochte der Reisekonzern Kuoni den Verlust nur leicht auf 47,4 Millionen Franken zu reduzieren. Im ersten Semester 2012 resultierte unter dem Strich noch ein Minus von 51,2 Millionen Franken. Der Umsatz lag mit 2,64 Milliarden Franken ziemlich genau auf dem Niveau des Vorjahres.

Belastet wird das Ergebnis weiterhin vom europäischen Reiseveranstaltergeschäft. Hier befand sich Kuoni im Umbau, Kuoni zog sich aus dem Reiseveranstaltergeschäft in Europa zurück. Laut Kuoni fallen hier im zweiten Halbjahr keine weiteren Kosten mehr an.

Visageschäft hilft Kuoni

Gleichzeitig profitierte der Konzern von Sondereffekten. Etwa vom Systemwechsel bei der Pensionskasse hin zum Beitragsprimat. Als Umsatztreiber erwies sich erneut das Visageschäft. Dieses legte um 18 Prozent zu.

Die Analysten werten die Zahlen mit Zurückhaltung, die vielen Sonderposten brauchen etwas Zeit zur Bewertung. Die Bank Notenstein schreibt: «Da der Konzernumbau mit tieferen Kosten als erwartet abgeschlossen wurde, überrascht jedoch das etwas unter den Erwartungen liegende Ergebnis. Ob sich andere Aktivitäten schwächer als erwartet entwickelten kann aktuell nur vermutet werden.»

Wechsel an der Spitze

Im Juni hatte der Konzern überraschend seinen Chef Peter Rothwell entlassen. Interimistisch führt Finanzchef Peter Meier die Geschäfte.