Lichtblick in China für Schweizer Auto-Zulieferer

In Europa werden immer weniger Autos verkauft. Dafür explodiert der chinesische Markt. Für Schweizer Zulieferer eröffnen sich neue Chancen. Sie orientieren sich Richtung USA und nach Asien. Nicht um auszuwandern, sondern um dem Schweizer Mutterunternehmen eine Zukunft zu geben.

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Schweizer Auto-Zulieferer: Ausweg China

7:16 min, aus ECO vom 18.3.2013

Innerhalb der letzten fünf Jahre sind die Auto-Verkäufe in Europa um 24 Prozent zurückgegangen. Peugeot-Citroën in Frankreich und Fiat in Italien schliessen Werke. «Ich sehe keinen Funken Hoffnung», sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne am Autosalon in Genf gegenüber «Finanz und Wirtschaft».

Im krassen Gegensatz dazu steht der Markt China. Hier sind die Verkäufe im selben Zeitraum um 204 Prozent gewachsen.

34'000 Angestellte in der Schweiz

Noch sind Schweizer Auto-Zulieferer stark im Europa-Geschäft. Es steht viel auf dem Spiel. 34'000 Personen arbeiten in der Branche. Sie setzt pro Jahr 16 Mrd. Franken um. Das hat eine Studie der ETH Zürich ergeben.

Georg Fischer streicht in europäischen Werken Stellen. Auch die Lysser Firma Feintool verliert in Europa Umsatz.

Der Druckguss-Hersteller DGS aus St. Gallen hat schon vor Jahren gehandelt. 2007 expandierte die Firma nach China. Für Firmenchef Andreas Müller ein logischer Schritt: Deutsche Hersteller bauten immer mehr Fabriken in Asien und in Nordamerika, und Zulieferer gingen einfach mit.

Andreas Müller ist überzeugt: «Wenn wir nicht den Gang nach China gewagt hätten, hätten wir einige Aufträge in den letzten zwei Jahren nicht erhalten.»