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Wirtschaft Mediapulse liefert immer noch keine TV-Quoten

Die Quoten lassen auf sich warten: Mediapulse ist unsicher, ob die neue Messmethode internationalen Standards genügt. Nun müssen Experten ans Werk.

Legende: Video «Zuschauerzahlen: Messystem wird überprüft, Tagesschau, 19.02.2013» abspielen. Laufzeit 1:34 Minuten.
Vom 19.02.2013.

Die TV-Einschaltquoten werden seit Anfang Jahr mit einer neuen Technologie erfasst. Wegen technischer Schwierigkeiten verzichtete die Firma Mediapulse bisher auf die Publikation der aktuellen Daten. Nun kommt es erneut zu einer Verzögerung.

Externe Experten überprüfen, ob die neue Messmethode zur Erhebung der TV-Einschaltquoten internationalen Standards genügt. Anfang März sollen sie einen Bericht vorlegen.

Enorme Unterschiede zu 2012

Bei den vorliegenden Daten habe es Hinweise auf Unzulänglichkeiten gegeben, sagte Marco de Stoppani, Verwaltungsratspräsident von Mediapulse. Zum Teil habe es erhebliche Unterschiede zu den Zahlen von 2012 gegeben. Die Marktteilnehmer hätten diese Abweichungen als «nicht schlüssig» beurteilt.

Für SRF ist die Verschiebung der Publikation eine sehr unbefriedigende Situation. Da es zentral sei, dass die neuen Daten von allen Marktteilnehmern als glaubwürdig anerkannt würden, begrüsse das Unternehmen aber die Kontrolle durch eine unabhängige Expertengruppe.

Mit dem neuen Messsystem soll der Fernsehkonsum präziser abgebildet werden. Dabei wird der vom Fernsehsender ausgestrahlte Ton mit demjenigen verglichen, der beim Zuschauer empfangen wird. Mit diesem sogenannten «Audio Matching» ist es möglich, eine Fernsehsendung zu identifizieren, selbst wenn sie Tage nach der Ausstrahlung betrachtet wird.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Heimers, Zürich
    Ein böses Gerücht geht um: Es sind die Esoterik-Anrufsender, die den neuen Quoten nicht vertrauen. Ihre Wahrsager haben viel höhere Werte vorhergesagt! :-)
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Ganz nach dem Motto: je komplizierter, desto unmöglicher. Offensichtlich leben wir hier noch in Zeiten von Lagerfeuer und Analog-Fernsehen mit drei Sendern! Was im Ausland besten klappt, endet in der Schweiz im Debakel. Das ist einfach nur noch peinlich. Der Grund: wir haben eine Vetternwirtschaft, die derjenigen in Griechenland in nichts nachsteht. Hier werden unfähige Bekannte in Stellen gebracht, die sie gar nicht ausführen können. Wegen unfähigen Sesselhockern gehen Milliarden verlore...
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  • Kommentar von Maria-Noemi Rossetto-Giallella, Zürich
    Von wegen "immer noch keine Quoten"... Die neuen, genaueren Zahlen passen den Werbeverantwortlichen der schlechter abschneidenden Sender wohl nicht, ein Zurückhalten der neuen Daten ist pure Manipulation. - Einmal mehr gilt: "Es lebe die freie Marktwirtschaft" - aber bitte nur dann, wenn's passt.
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