Milliardenbusse wegen Iran-Geschäften

Das schnelle Geschäft trotz Sanktionen hat ein teures Nachspiel für die Commerzbank. Im Rahmen eines Vergleichs mit den US-Behörden muss das zweitgrösste deutsche Geldhaus eine Busse von 1,45 Milliarden Dollar zahlen.

Hauptsitz der deutschen Commerzbank in Frankfurt.

Bildlegende: Die Commerzbank muss den Jahresgewinn kräftig nach unten korrigieren. Reuters

Die USA werfen der Commerzbank und vielen anderen Instituten vor, gegen Wirtschafts-Sanktionen gegen den Iran verstossen zu haben.

Die Bank und die US-Behörden haben sich nun auf einen Vergleich geeinigt. Demnach zahlt die Bank eine Busse von 1,45 Milliarden US-Dollar, wie die New Yorker Finanzaufsicht mitteilte.

Die Commerzbank hat ihre Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten im vergangenen Jahr um knapp 500 Millionen Euro auf rund 1,4 Milliarden Euro angehoben.

Finanzchef Stephan Engels hat jedoch bereits bei der Bilanzpressekonferenz im Februar gewarnt, dass es darüber hinausgehende Belastungen geben könnte, wenn die Bank einen Vergleich mit den US-Behörden schliesst. Diese kann das Geldhaus rückwirkend in seine Zahlen für 2014 einfliessen lassen. Im Februar hatte das Institut seinen Überschuss noch auf 602 Millionen Euro beziffert.