Milliardenverlust bei Peugeot

Der französische Autobauer hat 2012 ein Minus von gut fünf Milliarden Euro geschrieben. Hauptgründe waren hohe Abschreibungen und ein Rückgang im Umsatz.

Video «Krise bei Europas zweitgrösstem Autobauer» abspielen

Krise bei Europas zweitgrösstem Autobauer

1:57 min, aus Tagesschau vom 13.2.2013

Ein trauriges Smilie-Symbol vor einem Autobau-Förderband.

Bildlegende: Der zweitgrösste Autobauer Europas leidet unter Europas Krise – auch mangels Anpassung an andere Märkte. Keystone

Der französische Autokonzern Peugeot Citroen hat 2012 nach Abschreibungen einen Milliardenverlust angehäuft. Unter dem Strich lag das Minus bei fünf Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte.

Tausendfacher Jobabbau als Nothilfe

Besonders schlecht lief es im Autogeschäft: Hier sanken die Umsätze um 10,3 Prozent auf 38,3 Milliarden Euro. Peugeot leidet unter der nachlassenden Nachfrage nach Autos der Marken Peugeot und Citroen in Europa. 2012 brach der Absatz gegenüber dem Vorjahr um 16,5 Prozent auf 2,97 Millionen Fahrzeuge ein.

Um aus der Verlustzone zu kommen, sollen – wie bereits bekannt – mehr als 8000 Arbeitsplätze wegfallen. Ein Werk bei Paris soll geschlossen werden. Insgesamt beschäftigte der Konzern Ende Juni 2012 rund 120 000 Menschen im Autobereich.

Anpassung an Weltmarkt verpasst

Noch vor einem Jahr hatte das Unternehmen Gewinne erwirtschaftet. Der Umsatz sank um 5,2 Prozent auf 58,446 Mrd. Euro.

Der Konzern ist nach VW Europas zweitgrösster Autobauer. Er investierte aber nur zögerlich in Wachstums- und Schwellenländern. Von der aktuellen Krise auf dem europäischen Markt wird PSA deswegen besonders schwer getroffen.