Mit neuem Geschäftsmodell gegen Hausbesetzer

Ein Jungunternehmen macht den Hausbesetzern den Garaus und lanciert die Idee der professionalisierten Zwischennutzung. «10v10» zeigt, wie damit günstiger Wohnraum geschaffen wird.

Hausbesetzer auf einem Hausdach.

Bildlegende: Zwischennutzung soll Hausbesetzern das fürchten lehren. Keystone

In der Stadt Zürich gibt es 22 besetzte Häuser und Wohnungen. Den Hauseigentümern sind oftmals die Hände gebunden. Doch was kann man tun, wenn saniert oder neu gebaut werden soll, die Mieter bereits ausgezogen sind und sich das Bauprojekt verzögert?

Abhilfe schafft hier ein neues Geschäftsmodell: Lukas Amacher und Lorenzo Kettmeir vermitteln professionelle Zwischennutzungen von Geschäfts- und Wohnliegenschaften in Gebrauchsleihe – zu moderaten Preisen. Das Interesse ist gross. Dem Eigentümer bringt die Zwischennutzung viele Vorteile: Die laufenden Unkosten werden bezahlt, das Gebäude ist belebt und es muss nicht vor Vandalismus geschützt werden.

Wohnungen und Fabrikhallen

Amacher und Kettmeir vermitteln vor allem Fabrikhallen, Ladenlokale oder auch Wohnungen. Zwischennutzungen werden möglich, weil Siedlungen neu gebaut werden, aber Einsprachen den Baubeginn verzögern.

Der Traum von der billigen Wohnung oder dem erschwingbaren Ladenlokal dauert für die Mieter mit der professionalisierten Zwischennutzung somit oft wenige Monate bis einige Jahre. Eine Mietverlängerung ist bei der sogenannten Gebrauchsleihe komplett ausgeschlossen.

«Wir haben scharfe Verträge»

Die beiden Jungunternehmer sind knallharte Immobilienverwalter. Sie müssen stets garantieren, dass die Zwischennutzer fristgerecht wieder ausziehen.

«Wir haben scharfe Verträge», sagt Unternehmer Lorenzo Kettmeir. «Es ist klar definiert, was man machen und nicht machen darf.» Lukas Amacher ergänzt: «Bei gewissen Projekten gibt es strenge Hausordnungen. Wenn es schwere Verstösse gegen die Regeln gibt, sind wir gezwungen, das Vertragsverhältnis aufzulösen.»

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Geschäftsmodell Zwischennutzung

    Aus 10vor10 vom 12.10.2015

    Hausbesetzer sind für Hausbesitzer ein Graus. Findige Jungunternehmer fördern deshalb die Zwischennutzung von leerstehenden Immobilien. Das Geschäftsmodell funktioniert.