Negativer Konjunkturausblick

Trotz historisch niedriger Zinsen bleiben die Konjunkturaussichten für den Euroraum vorerst düster. Die Europäische Zentralbank (EZB) wies erneut auf Risiken für die Konjunkturerholung hin.

Dunkle Wolken über dem EZB-Logo

Bildlegende: Die düsteren Wolken in der Euro-Zone haben sich noch nicht verzogen. Keystone/archiv

Nach Einschätzung der Währungshüter wird die Wirtschaft im Euroraum bis Jahresende weiter schrumpfen. Von der EZB befragte Analysten rechnen damit, dass die Wirtschaftsleistung 2013 um 0,4 Prozent sinken wird.

Die Erholung könnte durch eine schwächere Nachfrage weltweit sowie unzureichende Strukturreformen im Eurogebiet verzögert werden, schreiben die Experten.

Im Februar hatte die Umfrage noch eine Stagnation des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ergeben. Für 2014 senkten die Währungshüter ihre Erwartungen dagegen nur geringfügig: Demnach soll die Wirtschaftsleistung im nächsten Jahr nunmehr um 1,0 (Februar-Umfrage: 1,1) Prozent zulegen. 

Über 12 Prozent Arbeitslose

Für 2015 blieb die Wachstumsprognose unverändert bei 1,6 Prozent. Wegen der lahmen Konjunktur hatte die EZB vergangene Woche ihren Leitzins auf das Rekordtief von 0,5 Prozent gesenkt.

Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt aus Sicht der Experten düster: Die Erwerbslosenquote in der gesamten Euro-Zone werde dieses Jahr bei 12,3 (12,1) Prozent liegen und erst im Jahr 2017 mit 9,6 Prozent wieder unter die Zehn-Prozent-Marke sinken.