Nestlé: Brabeck kündigt Rücktritt an

Wegen Altersguillotine: Nestlé-Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck gibt sein Amt 2017 definitiv ab.

Porträt von Peter Brabeck.

Bildlegende: Brabeck: «Das sind die Spielregeln und ich werde mich daran halten.» Keystone

Der Boss tritt nicht noch einmal an. Im Jahr 2017 wird der heute 69-jährige Peter Brabeck-Letmathe die Altersbegrenzung erreicht haben, die der Nahrungsmittelkonzern Nestlé in seinem Statut festgelegt hat.

Brabeck kritisiert Alterslimiten

«Das sind die Spielregeln und ich werde mich daran halten», sagte der gebürtige Österreicher in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Temps». Er gehe zwar davon aus, dass sich einige Unternehmen künftig von solchen Alterslimiten verabschieden würden. Doch auch wenn das bei Nestlé der Fall sein sollte, werde er «wie vorgesehen» abtreten.

Über mögliche Nachfolger wolle er sich nicht äussern. Zum jetzigen Zeitpunkt nütze es auch nicht zu spekulieren. Bei Nestlé sei jede Person innert 24 Stunden ersetzbar.

Rückzug aus der CS

Erst am Donnerstag war der Rückzug Brabecks aus dem Verwaltungsrat der Bank Credit Suisse angekündigt worden. Er gehörte dem Aufsichtsgremium 17 Jahre an und war von 2000 bis 2005 und seit 2008 Vize-Präsident.

Im Dienste des Waadtländer Nahrungsmittelriesen Nestlé steht Brabeck seit 1968, das Amt des CEO hatte er von 1997 bis 2008 inne. Seit 2005 amtet er als Verwaltungsratspräsident.