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Wirtschaft Nexans schliesst zwei Schweizer Werke auf einen Schlag

Der französische Kabelhersteller Nexans unterzieht seine Schweizer Niederlassungen einer Rosskur. Die Fabriken in Cossonay und Breitenbach sollen geschlossen und alle Produktionstätigkeiten in Cortaillod konzentriert werden.

Kabel von Nexans.
Legende: Die Kabel und deren Produktion werden zusammengeführt. Reuters

Die Zusammenlegung der Produktion bei Nexans führt zum Abbau von 80 Stellen. Insgesamt beschäftigt man 276 Personen in der Schweiz. Von den 166 Arbeitsplätzen in Breitenbach (SO) sollen 108 nach Cortaillod (NE) verschoben werden. Auch 75 der 78 Arbeitsplätze in Cossonay (VD) werden nach Cortaillod verlegt. Es soll einen Sozialplan geben.

Internationale Folgen

Die Konsolidierung der Aktivitäten ermöglichten es, wieder eine kritische Grösse zu erreichen, die Produktionskapazitäten besser auszulasten und die Betriebskosten zu reduzieren, so Nexans Schweiz. Neben den drei Fabriken betreibt Nexans in der Schweiz ein Verkaufsbüro in Winterthur.

Der Umsatz von Nexans Schweiz ist seit 2008 zurückgegangen. Ein Grund sei die verschärfte ausländische Konkurrenz, die aufgrund des starken Frankens tiefere Preise anbieten können, so Nexans. Um sich an die Situation anzupassen, plant Nexans, international 468 Stellen abzubauen.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Nexans geht den Weg, den alle gehen müssen, die an zu teuer gewordenen Standorten produzieren, die Zeiten, als Cortaillod noch auf so vielen Kabelrollen stand, die z.B. von den Service-Public Unternehmen, auch der Armee, schweizweit verlegt wurden, sind halt vorbei, Grossaufträge müssen heute sowieso international ausgeschrieben werden, so schwindet Teil für Teil einer ehemals blühenden Schweizer Industrie. Es wird weitergehen, auch das Firmensterben, gewöhnen wir uns einfach langsam daran.
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