Nobel Biocare steht künftig im Gegenwind

Zwar steigerte Nobel Biocare im 2012 den Gewinn deutlich. Doch im Kerngeschäft tut sich der Dentalimplantate-Hersteller schwer. Der Ausblick ist düster.

Logo von Nobel Biocare.

Bildlegende: Der Dentalimplantate-Hersteller wird sich künftig in einem schwierigen Marktumfeld behaupten müssen. Keystone

Nobel Biocare hat im vergangenen Jahr unter dem Strich 45,8 Millionen Euro und damit 15,3 Prozent mehr verdient als 2011. Im Kerngeschäft läuft es nicht ganz so rund: Der Betriebsgewinn (EBIT) liegt um 4,8 Prozent tiefer. Der Umsatz stieg leicht um 2 Prozent auf 580,5 Millionen Euro. Vor allem die Geschäfte in Japan haben den Umsatz gedrückt.

In Kommentaren sind sich Analysten meist einig, dass die Zahlen des Dentalimplantat-Herstellers im Rahmen der Erwartungen ausgefallen sind. So schreibt die Bank Sarasin: Der leicht über den Konsenserwartungen ausgefallene Umsatz ist kein Grund zu Enthusiasmus.

Ausblick negativ

Die Analysten kritisieren jedoch den Ausblick: «Der langfristige Ausblick ist wegen der geringer als erwarteten Margenverbesserung enttäuschend», heisst es bei der ZKB. Die Schätzungen über das laufende Jahr hinaus dürften etwas nach unten revidiert werden, kommentiert die Bank Vontobel.

Investoren hatten auf aggressivere Sparmassnahmen und Profitabilitätsziele gehofft, heisst es auch bei der Credit Suisse. Allerdings weise der kürzlich erfolgte Stellenabbau in die richtige Richtung.

Führungswechsel in Vergangenheit

Nobel Biocare will eine um ein Drittel höhere Dividende zahlen – statt 15 Rappen neu 20 Rappen. Das Unternehmen habe 2012 wichtige Meilensteine erreicht und habe seine Abwärtsspirale durchbrechen können, schreibt Nobel Biocare.

Der Zahnimplantate-Hersteller hatte zuletzt mit zahlreichen Wechseln im Management sowie mit Umsatzrückgängen zu kämpfen. Im vergangenen Jahr kam es in den Bereichen Finanzen sowie Marketing zu Führungswechseln.