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Roche und Novartis vermelden gute Halbjahreszahlen
Aus Echo der Zeit vom 22.07.2021.
abspielen. Laufzeit 03:56 Minuten.
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Novartis und Roche Die Schweizer Pharmariesen blicken auf die Welt nach Corona

Die Zeichen stehen auf Normalisierung: Corona ist auf dem Rückzug. Das zeigen die Halbjahres-Ergebnisse der beiden Grosskonzerne Roche und Novartis. Beide haben die Pandemie stark zu spüren bekommen, weil Patientinnen und Patienten währen des Lockdowns Spitalaufenthalte und Besuche in Arztpraxen aufschieben mussten.

Dadurch wurden weniger Therapien durchgeführt, die Medikamentenverkäufe etwa in der Onkologie gingen zurück. Doch beide Basler Pharmakonzerne leben in «normalen Zeiten» von genau diesem Geschäft. Nun zeigen sich Erholungseffekte – bei beiden Unternehmen.

Novartis wenig aktiv im Kampf gegen Corona

Was die letzten happigen eineinhalb Jahre mit Corona betrifft, so konnte sich Roche besser an die Pandemie anpassen als Novartis. Dies, weil der Konzern in seiner Diagnostik-Sparte gleich mehrere Corona-Tests entwickelt hat, die weltweit reissenden Absatz fanden und so zur Umsatz-Stütze wurden. Weltweit ist Roche in der Diagnostik führend. Zudem hat der Konzern mittlerweile auch Medikamente im Angebot, die gegen Corona wirken. Grosse Profite will der Konzern damit nicht machen, wie er beteuert, doch auf lange Sicht dürften sich die Entwicklungskosten auszahlen.

Novartis hingegen hat deutlich weniger zu bieten für den Kampf gegen das Virus. Es stellt seine Abfüll-Anlagen der Konkurrenz zur Verfügung, ohne aber eigene Impfstoffe, Tests oder Medikamente auf den Markt gebracht zu haben.

Ein Zeichen der Normalität – und Hoffnung

Über den langfristigen Erfolg beider Konzerne wird aber nicht die Pandemie entscheiden, sondern das Geschäft mit anderen Krankheiten: Etwa mit Krebs oder seltenen Arten von Muskelschwund. Mit neuen Therapien gelingt es beiden derzeit gut, Umsatzeinbrüche bei älteren Therapien wettzumachen, die den Patentschutz verlieren/verloren haben.

Bei beiden Konzernen zeigt sich, dass die Entwicklungen dank erfolgreicher Innovation und geschickten Zukäufen vorankommen. Ein Zeichen für Normalität – und ein Zeichen der Hoffnung für viele Patientinnen und Patienten, für die das Wort «normal» längst keine Bedeutung mehr hat.  

Lucia Theiler

Lucia Theiler

Wirtschaftsredaktorin

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Lucia Theiler arbeitet als Wirtschaftsredaktorin bei SRF. Zuvor war sie unter anderem Leiterin der Wirtschaftsredaktion der Nachrichtenagentur sda. Theiler hat Betriebswirtschaft studiert.

 

Echo der Zeit, 22.07.2021, 18 Uhr

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Guggisberg  (gugmar)
    Es gibt keine Welt nach Corona. Der Virus wird weiter mutieren und die Impfung wird sich nicht schnell genug adaptieren lassen. Den Virus werden wir nicht mehr los. Die Welt mit Corona hat sich komplett geändert und es gibt keinen Weg zurück !
    1. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      SARS-CoV-2 ist ein langsam mutierendes Virus. Das Influenza Virus mutiert im Vergleich viel schneller. Gegenwärtig arbeitet man an einem universalen SARS und MERS Impfstoff der gegen alle Virenvarianten dieser Stämme wirken wird. Sobald diese Impfung erhältlich ist, werden SARS und MERS verschwinden wie die Pocken, Diphterie oder Polyo.
  • Kommentar von Andreas Müller  (Hugh Everett)
    Novartis ist eine Firma die seit vielen Jahren schwächelt und sich fortlaufend verkleinert und restituiert.. Novartis Standorte wie Klybek oder Schweizerhalle wurden fast komplett verkauft und Novartis investiert nur noch Punktuell. Mit dem Corona Geschäft hat die Firma gar nichts zu Tun. Daraus das Ender Pandemie ablesen zu wollen... zeugt nur vom Unverständnis der Materie.