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Wirtschaft OECD rügt die Schweiz

Im Kampf gegen Steuerhinterziehung unternimmt die Schweiz zu wenig, findet die OECD. Es hätte Fortschritte gegeben, aber das genüge nicht.

Legende: Video Rüge der OECD abspielen. Laufzeit 0:56 Minuten.
Aus 10vor10 vom 19.04.2013.

Die Schweiz, Panama oder die Vereinigten Arabischen Emirate haben eines gemein: Sie zählen nach Ansicht der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) zu jenen Staaten, welche den Standards zur Amtshilfe in Steuersachen nicht genügen. Zu diesem Schluss  kommt ein Fortschrittsbericht, der im Rahmen der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank veröffentlicht wurde.

«Die Schweiz steckt gegenwärtig fest», sagte Pascal Saint-Amans, der Verantwortliche für Steuerpolitik bei der OECD. Er anerkannte, dass das Land Fortschritte gemacht habe, doch der Wandel sei noch nicht abgeschlossen.

In einer ersten Reaktion auf den Bericht erklärte das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF), die Schweiz habe sich zu den weltweit gültigen Standards verpflichtet und sei daran, diese umzusetzen. Das SIF verwies insbesondere auf die Doppelbesteuerungsabkommen, welche die Schweiz gemäss dem OECD-Standard abgeschlossen hat.

Rasche Bankenunion

Die führenden Wirtschaftsmächte (G20) haben die Eurozone zu «nachdrücklichen» Schritten hin zu einer Bankenunion aufgefordert. Ferner müssten die Bilanzen der Geldinstitute gestärkt und das finanzielle Ungleichgewicht in der Währungsunion verringert werden. So heisst es in einem Papier, das die Gruppe nach einem Treffen veröffentlichte.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Die Schweiz kann auch ohne OECD Leben, und wenn die OECD die Schweiz weiterhin Angreift und weiterhin auf dem Amtshilfe in Steuersachen rum reittet sind die selbst Schuld, wenn es nicht weitergeht und die Schweiz ggf. die OECD fuer Gut ausen Links liegen laesst. Wir haben ein anderes Steuersystem, und es ist gut so wie es ist, und wenn jemand Unversteuertes Geld anlegt, ist das seine alleinige Verantwortung, Pasta... Immer diese Sch***** Diskusion ueber unser System, echt zum Kotzen...
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Wie wäre es, wenn wir mal die OECD rügen, indem man konkret einzelne Problempunkte deutlich auf geradezu anprangerische Weise aufzeigt? Vielleicht merken dann die "Einen" oder "Anderen", dass sie selbst den Mist verbocken, oder dass da .... na ja lassen wir das mal. (smile)
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  • Kommentar von M Jaeger, Wildwil
    Habe "gemeint" die Schweiz sei auch in der OECD? Und hätte dort ein Vetorecht? Könnte sozusagen mitbestimmen? Vertritt noch jemand in Bundesbern die Schweiz?
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    1. Antwort von A. Stern, Bern
      @M Jaeger, Wildwil: Eine Vertretung der Schweiz ist völlig nebensächlich. Die OECD ist nur auf unsere mehrere CHF Millionen-Beitrag geil, welche Sie M. Jaeger mit Ihrem Steuergeld bezahlen! (nicht unsere Kuschelpolitiker)
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