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Wirtschaft Prognose 2013: Weltweit 5 Millionen Arbeitslose mehr

Die Finanzkrise fordert auch fünf Jahre nach dem Ausbruch noch zahlreiche Jobs. Bis Ende Jahr rechnet die Weltarbeitsorganisation ILO mit zusätzlich fünf Millionen Arbeitslosen. Betroffen sind vor allem Jugendliche.

Legende:
Prognosen zur Arbeitslosigkeit bis 2017 Zwar sind weltweit in Zukunft immer mehr Personen ohne Arbeit. Da es insgesamt aber mehr Menschen auf dem Planeten gibt, bleibt die Arbeitslosenquote nahezu konstant. International Labour Organization

Die globale Arbeitslosigkeit steigt auch 2013 weiter. Die Internationale Arbeitsorganisation ILO rechnet mit einem Plus von über 5 Millionen und damit mit über 200 Millionen Arbeitslosen bis Ende des laufenden Jahres. Grund dafür ist mangelndes Wirtschaftswachstum.

Besondere Sorge bereitet den Experten die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Derzeit seien weltweit rund 74 Millionen junge Menschen ohne festen Job. Weil sich die Wirtschaftstätigkeit weiter verlangsame, werde vermutlich bis 2014 eine weitere halbe Million Jugendlicher keine Arbeit haben.

Die Rezession habe die Jugendarbeitslosigkeit in einigen Euroländern gefährlich weit in die Höhe getrieben – mit mehr als 50 Prozent in Griechenland und Spanien sowie mehr als 22 Prozent im Durchschnitt der Euroländer.

Die Uno-Sonderorganisation mahnte eine schnellere Umsetzung finanzwirtschaftlicher Reformen an. Der Bankensektor müsse wieder erheblich stärker seiner wichtigsten Aufgabe nachkommen und Kredite
für produktive Investitionen zur Verfügung stellen – besonders für
mittelständische Unternehmen als wichtigster «Jobmaschine».

3 Kommentare

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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Warum braucht es ein exponentielles (!) Wachstum zur Schaffung von genügend Arbeitsplätzen? Wegen unseres Geldsystems ist ein exponentielles Vermögenswachstum Voraussetzung für Investitionen. Die investierten Vermögen können aber nur bei wachsender Wirtschaft exponentiell, d.h. nach dem Zinsezinsprinzip wachsen. Immer mehr Produzieren und Konsumieren ist nötig zur Finanzierung eines unsinnigen Vermögenswachstum. Ein idiotisches, viel Leid&Zerstörung verursachendes System.
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  • Kommentar von A.Schweigler, Schweiz
    Aber wir sollen Arbeiten bis 67 ????!!!!! Da beisst sich doch der Hund in den Schwanz. Was soll das alles. Oder sollen die älteren nur früher in die Kiste ?? Sparmasnahmen ??
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    1. Antwort von A. Planta, Chur
      Das Problem ist, dass wir immer älter werden. Man könnte deswegen die AHV-Beiträge erhöhen. Das wollen die Wirtschaftsvertreter nicht, die Leute sollen soviel Geld wie möglichst ausgeben um die Wirtschaft in Schwung zu halten.
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