Publigroupe nur knapp in der Gewinnzone

Der Werbevermarkter Publigroupe hat erneut starke Einbussen in seinem Hauptgeschäft erlitten: Im Inserateverkauf entstand 2012 ein operativer Verlust von 16,1 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis lag damit knapp in der Gewinnzone.

Der operative Gewinn des Konzerns betrug im vergangenen Jahr 1,6 Mio. Fr., wie Publigroupe mitteilte. 2011 hatte der Werbevermarkter noch einen Betriebsgewinn von 21,9 Mio. Fr. ausgewiesen. Der Sturz in die Verlustzone konnte verhindert werden.

Der Reingewinn lag hingegen mit 50,2 Mio. Fr. deutlich über dem Ergebnis von 2011 – unter dem Strich ein Gewinn von 27,2 Mio. Fr. resultiert hatte. Das gute Ergebnis wurde dank des Verkaufs eines wesentlichen Anteils des Immobilienbestandes möglich. Beim Umsatz musste man einen Rückgang von 13 Prozent auf 1,13 Mrd. Fr. hinnehmen.

Betriebsverlust deutlich höher

Der Umsatz aus dem Inserateverkauf ging um 13 Prozent auf 895,4 Mio. Fr. zurück. Trotz Kostensenkungsmassnahmen fiel der Betriebsverlust im Inserategeschäft mit 16,1 Mio. Fr. deutlich höher aus als im Vorjahr (Verlust 2011: 5,1 Mio. Fr.).

2009 hatte das Unternehmen noch 1,6 Mrd. Franken umgesetzt. Konzernchef Arndt Groth, der seit seit September auf dem Chefsessel des Konzerns sitzt, erwartet einen unverändert starken Rückgang im Printmarkt.

Durch Abbau von Arbeitsplätzen und stärkerer Konzentration auf den digitalen Bereich soll das Inserategeschäft wieder die Gewinnschwelle erreichen.