Reisende mögen Schweizer Hotelbetten

Da atmen auch die Touristiker auf: In der Schweiz machen wieder mehr Gäste Ferien. Allein im Juli meldeten die Hotels über 4 Prozent mehr Übernachtungen als noch vor einem Jahr. Seit Anfang Jahr macht die Zunahme knapp 2 Prozent aus.

Zimmerschlüssel.

Bildlegende: Begehrt: Schlüssel zu Hotelzimmern. Keystone

Gäste aus dem In- und Ausland logierten im Juli 2013 vermehrt in Schweizer Hotels. Dies zeigen die neusten Schätzungen des Bundesamtes für Statistik.

Die Anzahl Logiernächte stieg um 4,4 Prozent auf insgesamt 4 Millionen an. Damit hat die Branche im Juli weiter zulegen können – auf das Gesamtjahr ist das ein Plus von 2 Prozent.

Mehr Briten gekommen

Ausländische Gäste sorgten für 2,3 Millionen Logiernächte, was einem Anstieg von 4,1 Prozent entspricht. Besonders Touristen aus Europa - die wichtigste Gästegruppe – zog es diesen Sommer in die Schweiz. So übernachteten insgesamt 71'000 Personen mehr in hiesigen Hotels als im Juli des Vorjahres.

Der Grossteil von ihnen stammt aus Grossbritannien mit 27‘000 zusätzlichen Buchungen – das ist ein Anstieg von satten 17 Prozent. Touristen aus den USA werteten das Ergebnis ebenfalls auf: 19'000 Personen mehr als im Juli 2012 reisten aus den Vereinigten Staaten in die Schweiz ein und schliefen in einem Hotelbett.

Golfstaaten mit deutlichstem Minus

Insgesamt rückläufig war dagegen die Nachfrage aus Asien. Dieser Rückgang sei hauptsächlich auf die Gäste aus den Golfstaaten zurückzuführen: 62 Prozent weniger Logiernächte. Das ist die deutlichste Abnahme aller Herkunftsländer.

Dagegen reisten vermehrt Gäste aus China in die Schweiz. Der Zuwachs von 39 Prozent aus dem Reich der Mitte entspricht gleichzeitig auch dem
stärksten absoluten Wachstum aller Herkunftsländer.

Tourismusregionen atmen auf

Gute Nachrichten auch für die Schweizer Tourismusregionen: 11 der 13 Regionen wiesen im Vergleich zum letzten Jahr ein Plus auf. Vorne weg Graubünden mit einer Zunahme von 8,6 Prozent oder 49'000 zusätzlichen Logiernächten.

Positiv entwickelte sich der Sommermonat auch für das Berner Oberland und die Region Luzern/Vierwaldstättersee mit einem Plus von je 29'000 Logiernächten. Ein Minus von 3,3 respektive 2,6 Prozent mussten nur das Wallis und Genf hinnehmen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Japanische TouristInnen auf einer Wanderung oberhalb Grindelwalds geniessen den Blick aufMönch und Jungfrau.

    Tourismus in der Schweiz im Aufwind

    Aus Rendez-vous vom 5.9.2013

    Allein im Juli meldeten die Hotels über vier Prozent mehr Übernachtungen als noch vor einem Jahr. Seit Anfang Jahr macht die Zunahme knapp zwei Prozent aus. Den Aufschwung spüren auch die Hoteliers in Grindelwald im Berner Oberland.

    Denise Schmutz