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Eigenheim-Preise steigen Risiko einer Immobilienblase weiterhin hoch

Rohbau eines Blocks, mehrere Krans.
Legende: Die Bautätigkeit bleibt auch in diesem Jahr stark. Keystone
  • Das Risiko einer Immobilienblase – also einer Überbewertung von Immobilien – bleibt in der Schweiz hoch.
  • Der Immobilienblasen-Index der Grossbank UBS ist im ersten Quartal leicht angestiegen und liegt mit 1,39 Punkten weiter in der Risikozone.
  • Ab 2 Punkten sprechen Experten von einer Blase.
  • Der Grund: Während die Preise von Eigenheimen leicht angestiegen sind, blieben Einkommen und Mieten stabil.

Das Risiko einer Immobilienblase in der Schweiz bleibt hoch. Eigenheime sind im ersten Quartal 2017 leicht teurer geworden, während die Einkommen stagnierten.

Der Immobilienblasenindex der Grossbank UBS steht nach einem moderaten Anstieg mit 1,39 Punkten weiter in der Risikozone. Ab einem Wert von 2 Punkten in der fünfteiligen Skala sprechen die Experten von einer Blase.

Weniger Liegenschaften für den Eigengebrauch

Ausschlaggebend war eine leichte Beschleunigung der nominalen Preisanstiege bei Eigenheimen, während Einkommen und Mieten stabil blieben, wie die UBS mitteilte. Zudem erhöhte sich die Nachfrage nach Buy-to-let-Investitionen (Kaufen um zu vermieten).

Die stagnierenden Mieten führten im 1. Quartal 2017 zum zehnten Mal in Folge zur Verschlechterung des Kauf-Mietpreis-Verhältnisses. Dennoch zeigt der Anteil der Kreditanträge an die UBS für nicht zum Eigengebrauch vorgesehene Liegenschaften wieder einen leichten Aufwärtstrend. Denn mittels grosszügigem Fremdkapitaleinsatz könnten mit Buy-to-let-Investitionen hohe Eigenkapitalrenditen erzielt werden, schreibt die UBS.

Tiefere Mieten für Neubauten

Die ungebrochen hohe Zahl an Baubewilligungen lasse darauf schliessen, dass die Bautätigkeit im laufenden Jahr stark bleiben wird. Die UBS-Experten rechnen damit, dass dieses Jahr der Neubau von Wohnungen die zusätzliche Wohnungsnachfrage um fünf- bis zehntausend Einheiten übertreffen wird.

Damit dürften insbesondere die Mieten für Neubauten ihren Sinkflug fortsetzen. Die Zeiten für Vermieter werden also nochmals schwieriger. Die Investitionsnachfrage nach Eigenheimen ist primär auf die fest verankerte Erwartung anhaltender Tiefzinsen zurückzuführen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Uns wird zugemutet, ab dem ersten eigenständigen Wohnen an die Miete jeden Monat pünktlich zu bezahlen, ca. 40-70 Jahre lang. Aber das System der Hypothekarkredite so anzupassen, dass dieser Fähigkeit Rechnung getragen wird und die Einstiegssumme gesenkt wird, will niemand. So hohl, dass wir einige wenige durch Mieteinnahmen reich machen, anstatt uns etwas Alterskapital ansparen zu können. Andere Nationen machen dies viel besser.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Mir kommt so einiges suspekt vor. Alles was mit Finanzen zu tun hat scheint ins unermessliche zu steigen! War das nicht schon einmal so?
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  • Kommentar von Michael Wiedmer (Michael Wiedmer)
    Denn Banken glauben schenken ist wie Zocken bei der UBS und CS ganz besonders!! Schaut in die Vergangenheit
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