Schweizer Wirtschaft hat 2014 noch einmal kräftig zugelegt

Vor der Aufhebung des Euro-Mindestkurses ist das Bruttoinlandprodukt, dank privatem und öffentlichen Konsum und einem regen Warenhandel, noch einmal stark angestiegen. Im laufenden Jahr könnte das Wachstum aber gehemmt werden.

Reger Betrieb im Einkaufszentrum Westside.

Bildlegende: Der private Konsum war 2014 ein wichtiger Wachstumstreiber. Keystone

Im letzten Quartal vor der Aufhebung des Euro-Mindestkurses ist die Schweizer Wirtschaft noch einmal stark gewachsen. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg im Schlussquartal des vergangenen Jahres um 0,6 Prozent gegenüber dem dritten Quartal, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal ergab sich ein Wachstum von 1,9 Prozent.

Zwei Prozent Wachstum im gesamten Jahr

Im gesamten Jahr 2014 erhöhte sich das BIP um zwei Prozent. 2013 war die Schweizer Wirtschaft um 1,9 Prozent gewachsen und im Jahr 2012 um 1,1 Prozent. Getrieben wurde das Wachstum im Schlussquartal vom Konsum der Privaten und des Staates und vom Warenhandel.


Wachstum 2014 ist breit abgestützt

1:20 min, aus SRF 4 News aktuell vom 03.03.2015

Aus Sicht der Produktion sind die stärksten BIP-Wachstumsbeiträge vom verarbeitenden Gewerbe, den Finanzdienstleistungen, dem Grundstück- und Wohnungswesen ausgegangen. Negative Impulse kamen lediglich vom Baugewerbe, den Sektoren Verkehr und Lagerei und Information und Kommunikation.

Für 2015 wird eine leichte Rezession prognostiziert

Im Januar dieses Jahres hat die Schweizerische Nationalbank den 2011 eingeführten Mindestkurs für den Euro von 1,20 Franken wieder aufgehoben. Die darauffolgende Frankenaufwertung verteuert Schweizer Exporte und vermindert die Konkurrenzfähigkeit von Schweizer Firmen im Ausland. Experten erwarten eine deutliche Wachstumsabschwächung und möglicherweise eine kurze leichte Rezession.