SNB-Vize Danthine verlässt 2015 das Direktorium

An der Spitze der Schweizerischen Nationalbank (SNB) kommt es im nächsten Sommer zu einem Wechsel. Vizepräsident Jean-Pierre Danthine will Ende Juni 2015 zurücktreten. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage kommt diese Ankündigung in einem heiklen Moment.

SNB-Vizepräsident Jean-Pierre Danthine.

Bildlegende: Der Nachfolger des abtretenden Jean-Pierre Danthine dürfte dereinst wieder aus der Westschweiz kommen. Reuters / archiv

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat die Öffentlichkeit über den bevorstehenden Rücktritt ihres Vizepräsidenten Jean-Pierre Danthine auf Ende Juni 2015 informiert. Danthine erreiche dann das Rentenalter. Der 1950 geborene Professor gehört dem dreiköpfigen Direktorium der Notenbank seit Januar 2010 an.

Wieder ein Westschweizer

Die Ankündigung des Wechsels erfolgt in einem heiklen Moment. Angesichts des unsicheren wirtschaftlichen und politischen Umfelds ist die von der SNB 2011 festgesetzte Euro-Untergrenze von 1,20 Franken in Sichtweite.

Am Freitag notierte der Euro bei 1,2060 Franken. Eine weitere deutliche Aufwertung würde zu erneuter Deflationsgefahr führen.

Ein SNB-Sprecher erklärte, er gehe davon aus, dass das Gremium, das die Wahl eines Nachfolgers vorbereite, bald zusammenkommen werde. Ein ungeschriebenes Gesetz verlangt, dass Danthine wiederum durch einen welschen Vertreter ersetzt werden muss.