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Stärkerer Mobilfunk Was bringt 5G?

Der Bundesrat macht den Weg frei für den neuen Mobilfunkstandard 5G. Welche Vorteile bringt das Usern und Anbietern?

Handy-Bildschirm
Legende: Prognose: Es wird wohl keine zehn Jahre dauern, bis es in der Schweiz flächendeckend Breitband-Internet gibt. Keystone

Was bringt 5G? Es schafft Datenübertragungsgeschwindigkeiten, wie wir sie heute von schnellen Internetzugängen zu Hause gewohnt sind – bis hin zu Glasfaser-Speed. Das ist aber nur die eine Seite der 5G-Technologie. Ebenso wichtig ist, dass die Datenübertragung bei 5G im Gegensatz zu den heutigen Handynetzen (4G / 3G) fast ohne Verzögerung (Latenz) geschieht. Das ist insbesondere bei Anwendungen des Internets der Dinge wichtig. Stellen wir uns vor, ein selbstfahrendes Auto ist via 5G am Internet angeschlossen: In einer kritischen Situation, in der das Auto einen Bremsbefehl über das Internet erhalten muss, machen einige Millisekunden Unterschied bei der Verzögerung schnell mehrere dutzend Meter aus.

Wie wird es umgesetzt? Wie schon bei den vergangenen Handynetzgenerationen werden die Anbieter das neue Netz schrittweise aufbauen mit der Priorität dort, wo schon heute Kapazitätsengpässe sind. So können sie «Staus» beseitigen. Es wird aber wohl keine zehn Jahre mehr dauern, bis wir ein gesamtschweizerisches Breitband-Internet aus der Luft haben werden – an jedem Ort.

Die Investitionen sind riesig – was haben die Anbieter davon? 5G ermöglicht neue Geschäftsmodelle mit sogenanntem «Splicing». Ein Anbieter kann aus einem einzigen physischen 5G-Netz unterschiedliche virtuelle Netze erstellen, die verschiedene Charakteristiken aufweisen. So ist es denkbar, dass ein Anbieter ein Netz aufbaut für normalen Gebrauch mit wenig Zuverlässigkeit und die Geschwindigkeit der Datenübertragung kann auch mal langsam sein. Dafür kostet das Abo für dieses Netz sehr wenig. Ein anderes Netz könnte ein Premium-Netz sein, mit teuren Abos, dafür erhält man eine garantierte Geschwindigkeit für die Datenübertragung. Splicing kann sogar so weit gehen, dass eine Firma ihr eigenes virtuelles Handynetz abonniert, mit für diese Firma genau zugeschnittenen Leistungsmerkmalen.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Alfons Wilbert (AlfWilbert)
    Vergessen Sie nicht, dass durch «Splicing» die SwissCom auch in die Lage versetzt wird die Hilfs-und Rettungsdienste mit priorisierten Kommunikationsgeräten mit auszustatten, was auch einen Abbau der Polycom Anlagen mit sich bringt…
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  • Kommentar von Samuel Nogler (semi-arid)
    Wird wohl bald Zeit nach Grönland auszuwandern. Lieber von einem Eisbären gefressen werden als von einem Auto überfahren werden, weil man gerade das Handy zuhause vergessen hat.
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  • Kommentar von Tom Duran (Tom Duran)
    Ich habe schon mit 4G/LTE eine schnellere Verbindung als Zuhause im Lan! Immer neue Standards bedeuten nicht immer eine Verbesserung. Hier dürfte es sich wohl eher wieder mal um eine Ankurbelung der Wirtschaft handeln. Neue Antennen oder zumindest neue Elektronik und auch neue Handys. Das schafft Umsatz und Arbeitsplätze. Nutzen tun danach die wenigsten das schnelle Netz. Vor allem unser Monopolist verkauft noch immer eingeschränkte Abos, die meisten nutzen noch nicht mal 4G voll aus!
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