Steiler Anstieg: Wirtschaft brummt in den USA

Aufatmen in den USA: Nach einer Wachstumsdelle im ersten Quartal zieht die US-Konjunktur unerwartet kräftig an. Die US-Notenbank zeigt sich so optimistisch wie lange nicht mehr.

Arbeiter auf einem Kran in New York.

Bildlegende: Wo gebaut wird, geht es aufwärts: Wie hier in New York haben viele Betriebe volle Auftragsbücher. Keystone

Die US-Notenbank Fed fährt den Ankauf von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren wie erwartet weiter zurück. Sie kündigte an, die monatlichen Anleihenkäufe um weitere zehn Milliarden Dollar zu reduzieren – auf rund 25 Milliarden Dollar.

Hält die Fed am bisherigen Tempo bei dem sogenannten Tapering (Verringerung) fest, wird die Konjunkturmassnahme im Oktober beendet sein. Eine «erhebliche» Zeit danach könnte auch der Leitzins angehoben werden, heisst es in der Mitteilung. Vorerst beliess ihn die Notenbank aber zwischen null und 0,25 Prozent.

Bislang gehen Experten davon aus, dass die Zinsen etwa Mitte 2015 steigen. Allerdings erscheint ein früherer Zeitpunkt manchen nicht mehr unwahrscheinlich.

Obama erfreut über die neuen Zahlen

Nach einer Wachstumsdelle im ersten Quartal hatte die US-Konjunktur unerwartet kräftig angezogen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von April bis Ende Juni mit einer hochgerechneten Jahresrate von 4,0 Prozent, ergab eine Schätzung des Handelsministeriums.

Die Notenbank sprach in ihrem Zinsentscheid von einer «grundlegenden Stärke» der Wirtschaft, die zur weiteren Senkung der Arbeitslosenquote führen dürfte. Auch Präsident Barack Obama gab sich zufrieden. «Unsere Wirtschaft wächst mit grosser Stärke», sagte er. Zudem gehe auch die Arbeitslosigkeit erfreulich zurück.

Der positive Trend sei vor allem auf gestiegenen Konsum, private Investitionen sowie auf den Export zurückzuführen. Zugleich wurden die BIP-Zahlen für das erste Quartal korrigiert: Die Wirtschaft war lediglich mit einem Wert von 2,1 Prozent geschrumpft, nicht mit 2,9 Prozent, wie es noch Ende Juni hiess.